Quelle versiegt - Annenerin macht weiter
03.12.2009 | 07:00 Uhr 2009-12-03T07:00:00+0100
„Ärmel hochkrempeln und weitermachen” - nach dieser Devise führt Monika Bennack ihr langjähriges Versand-Geschäft an der Stockumer Straße 23 in Annen weiter.
Aus dem ehemaligen Quelle-Shop hat sie nach dem Aus des großen Fürther Versandhauses jetzt ein Ladengeschäft gemacht, in dem aus dem Sortiment anderer nennenswerter Versandhäuser kostenfrei bestellt werden kann.
Am Donnerstag, 3. Dezember, findet die offizielle Abwicklung statt, dann ist endgültig Schluss mit Quelle. Das, was an Waren aus Bayern noch übrig war, hat Monika Bennack gut und sicher verpackt - jetzt geht alles zurück. „Ganz überwiegend waren es Textilien”, sagt sie und ist auf die Firma gar nicht gut zu sprechen: „Die Firma Quelle hat uns durch die Insolvenz unsere Geschäftsgrundlage entzogen.”
Gut 18 Jahre lang hat sie in Annen für Quelle das Versandgeschäft betrieben, „ich habe das immer für eine sichere Sache gehalten”. Der Ausverkauf habe sich als relativ schwierig dargestellt - viele Reste und Remittenden eben. Damit liegt Monika Bennack im Bundestrend, denn an vielen Orten verlief der Abverkauf von Quelle-Artikeln wenig zufriedenstellend - immer noch liegen nach Angaben des Nachrichtenmagazins Focus Millionen Artikel in der Zentrale auf Halde.
Monika Bennack ist die Sachen los. Aufgeben will sie deswegen aber noch lange nicht: „Ich möchte mit den Versandhäusern Otto, Neckermann, Bauer, Schwab und dem GLS-Versand sowie einem gemischten Sortiment von Waren im Shop weiterhin meine Kunden betreuen.”
Advents- und Weihnachtsdekoration hat Monika Bennack jetzt im eigenen Angebot, und alles das, was die Versandhäuser so bieten können. Was ihr bei der Abwicklung und Umstellung besonders schwer fiel: „Ich hatte noch eine Mitarbeiterin, die ich zum 1. Dezember entlassen musste.”
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