Prozess um Brandstiftung in Wittener Moschee beginnt

Verheerend sah es nach Brand in der Kita Erlenschule aus. Die Stadt veranschlagt den Sachschaden mit über 700 000 Euro.
Verheerend sah es nach Brand in der Kita Erlenschule aus. Die Stadt veranschlagt den Sachschaden mit über 700 000 Euro.
Foto: FUNKE Foto Service
Was wir bereits wissen
Außerdem wird ein Urteil nach dem Feuer in der Kita Erlenschule erwartet. Im Augenblick reißt die Kette spektakulärer Prozesse gar nicht ab.

Witten..  Die Reihe spektakulärer Gerichtsverfahren geht am Montag (11.1.) gleich im Doppelpack weiter. Ein Urteil wird im Falle der Brandstiftung in der Kita Erlenschule erwartet. Außerdem beginnt der Prozess um die Brandstiftung in der Moschee an der Wideystraße.

Wie berichtet, ist im Kita-Fall mit der Einweisung des mutmaßlichen Täters in die Psychiatrie zu rechnen. Der geständige 26-Jährige gilt seit einem Unfall als verhaltensgestört und daher als vermindert schuldfähig. Er soll nach einem Einbruch am 27. November 2014 in der Kita Feuer gelegt haben, ebenso am 10. November in der Pizzeria Peppe. Die Verhandlung beginnt um 9 Uhr in Saal C140 des Landgerichts Bochum.

Bei Benzinklau und Moschee-Brandstifung gefilmt

Ebenfalls wegen besonders schwerer Brandstiftung muss sich ein 25-Jähriger aus Sprockhövel verantworten. Er soll am 13. April 2015 zunächst zwei Kanister an Tankstellen gefüllt haben, ohne das Benzin zu bezahlen, und danach in das Wohn- und Moscheegebäude an der Wideystraße eingedrungen sein. An beiden Tatorten wurde der Verdächtige gefilmt.

In dem Moschee-Gebäude kam zum Glück niemand zu Schaden, weil der Teppich feuerfest war und der Brand von selbst ausging. Dem gebürtigen Wittener wird auch Körperverletzung vorgeworfen. Er soll einen anderen niedergeschlagen haben, dabei war eine Bierflasche im Spiel. Der Prozess (Fortsetzung am 15.1.) beginnt um neun Uhr in Saal C240 des Landgerichts Bochum.