Pferdebachbrücke für Rheinischen Esel
20.06.2012 | 17:51 Uhr 2012-06-20T17:51:00+0200
Witten. Die Fans des Rheinischen Esels West wird’s freuen, sind sie damit doch auf der sicheren Seite: Der neue Rad- und Spazierweg bekommt eine Brücke über die von Autos viel befahrene Pferdebachstraße.
Der Verkehrsausschuss gab jetzt grünes Licht für die Pferdebachbrücke. Bis Ende des Monats werde der Förderantrag des rund 400 000 Euro teuren Projekts an die Bezirksregierung geschickt, so Verkehrsplaner Andreas Müller. Mit etwa 65 Prozent Landeszuschüssen sei voraussichtlich zu rechnen.
Überhaupt wird sich an der Pferdebachstraße einiges tun: Zwei Kreisel, einer in Höhe Westfalenstraße, einer im Bereich Schlachthofstraße, wurden vom Verkehrsausschuss beschlossen, um den Verkehr dort zu entzerren. Die Schlachthofstraße selbst wird ausgebaut, erhält eine neue Fahrbahndecke und bis zur Boni-Ausfahrt Zweirichtungsverkehr.
Um die vom Planungsbüro PTV vorgeschlagene Rechtsabbiegerspur von der Pferdebach- in die Ardeystraße zu realisieren, muss Platz geschaffen und ein Grundstück von Bosch Rexroth erworben werden. Zu diesem Thema sei ein weiterer Termin mit der Stuttgarter Geschäftsleitung der Firma in den nächsten Wochen vereinbart, so Andreas Müller.
Noch zwei Nachrichten vom Rheinischen Esel: Abgelehnt wurde im Verkehrsausschuss eine Tischvorlage der SPD, Umlaufsperren auf der Trasse am Sonnenschein einzurichten. Diese gibt es schon an der Herdecker Straße, um den Radverkehr zu verlangsamen und eine Kollision mit Autos zu vermeiden. Am Sonnenschein werde es jedoch genug Warnsignale geben, so Müller: Ein Schild mit dem Hinweis „Vorfahrt achten“ für die Trassennutzer, ein weiteres mit dem Verweis „Radfahrer kreuzt“ werde dort aufgestellt. Außerdem werde ein Blindenleitstreifen und eine 25-Meter-Pflasterung auf der Trasse vor und hinter der querenden Straße die Radfahrer auf die Situation aufmerksam machen.
Zudem wird die Verwaltung prüfen, wie der CDU-Antrag, auch den östlichen Teil des Rheinischen Esels zu asphaltieren, mit der bestehenden Dolomitsanddecke zu vereinbaren ist.
10:30
Genau, wäre die Brücke noch da, gäbe es weiter diese LKW Probleme. Neue Brücke ist toll, aber da bitte ich doch darum, vorher mal die Höhe eines LKWs zu messen. Herrn Müller traue ich da nicht über den Weg, er fährt nur Fahrrad und hat keinen Führerschein.
10:59
zugegeben: ich bin beides, also sowohl zu Fuß unterwegs als auch mit dem Rad - neben natürlich auch dem Auto. Und, ja, ich freue mich auch über die Vollendung des Rheinischen Esels.
Worum es mir in MEINEM Kommntar ging, war jedoch das fehlende "nach vorne schauen" der Wittener Politik. Erst war jahrelang diese Pferdebachstraßenbrücke ein "Steh im Weg", an dem sich immer wieder LKWs aufhängten - und dann, als die Schrottpreise hochwaren, wurde das Metall zu Geld gemacht. Wahrscheinlich gab es schon damals zumindest LEISE Gedanken zu einer Landesförderung von Radwegen, die man hätte berücksichtigen können in seinem Tun. Aber nein: JETZT, also "damals", gibt´s Geld für Metall - und was später kommt, interessiert doch keinen.
Und, jede Wette, die neue Brücke kommt teurer als der Erlös für die alte war. Allein die Planungskosten dürften viel höher sein als bei einer zukunftsbedenkenden Planung zu Zeiten des Abrisses. DAS WERFE ICH DEN STADTPLANERN VOR - sonst nichts.
Verstanden?
10:31
... anscheinend sind die Kommentatoren hier weder Radfahrer noch Spaziergänger. Ich freue mich sehr über eine Brücke für Spaziergänger und Radfahrer an der Pferdebachstraße. Wir nutzen den Rheinischen Esel sehr häufig und diese Stelle ist für Radfahrer, Fußgänger und auch Autofahrer eine Zumutung. Der RE ist ein sehr schöne Strecke und trägt meines Erachtens sehr zur Lebensqualität in Witten bei, daher finde ich dieses Geld gut investiert. Zur Querung am Sonnenschein kann ich nur sagen, dass man auch als Radfahrer da nicht durchflitzen muss, sondern ruhig mal aufs Bremspedal steigen kann. Das tut keinen weh und man ist auf der sicheren Seite.
09:16
Hat man endlich gemerkt, dass es absoluter Müll ist, die RE-Nutzer über die Pferdebachstr. wandern zu lassen? Sowas sollte aber schon vorher bei den Planungen allen klar sein.
Und am Übergang Sonnenschein will man dafür lieber Unfälle in Kauf nehmen? Ausreichende Hinweise sind das m.E. nach absolut nicht. Aber die RE-Nutzer werden ja schon an der Herdecker Str. gebremst, da kann man sie am Sonnenschein ruhig sehenden Auges in böse Unfälle fahren lassen.
Was sind das für Vollidioten, die so etwas absegnen? Am Sonnenschein wird es zwangsläufig dann nicht lange dauern, bis die ersten Rettungswagen bestellt werden müssen. Unfassbar!
08:30
mhm, war da nicht bis vor kurzem eine Brücke? War die marode?
Ok, wie dem auch sei, hier zeigt sich wieder was der deutsche Politiker meint, wenn es um das Sparen geht. 400.000€ für eine 6meter Brücke. Tut das Not? Reicht nicht ein Zebrastreifen oder eine neue Radwegführung im Zuge der Umbauarbeiten an der Pferdebachstraße? Dort wird doch ein Kreisel geplant. Haut unsere Kohle weiter raus macht weiter Schulden aber hört wenigstens auf zu jammern...
08:25
Ach, ist das wieder ein Spaß hier in Witten.....
Vor wenigen Jahren hat man die bestehende Brücke abgerissen, da sie den LKWs im Weg war und zu der Zeit die ALTMETALLPREISE hoch waren - sprich: man hat über den Schrotterlös Gewinn gemacht. Und nun nimmt man wieder Geld in die Hand, um ne NEUE Brücke aufzubauen. Also.... ´ne derartige Politik kriegt auch ´n Erstklässler hin: immer schön von Jetzt auf Sofort! Leider aber erwartet der mündige Bürger ein verantwortungsvolles und vor allem zukunftsbezogenes Handeln seiner Politiker. Und genau DA hapert es in Witten schon seit all zu vielen Jahren.
Vielleicht sollten wir in Witten tatsächlich Herbert Grönemeyer nachfolgen, der schon vor Jahrzehnten "Kinder an die Macht" forderte. Schlimmer kann DAS auch nicht werden !!!!!
07:57
Eine städtische Eigenbeteiligung von 140.000 Euro für den Bau einer Brücke für einen Radweg!
Ich frage mich, woher das Geld kommt.
Bei der derzeitigen Haushaltssituation dürfen doch keine freiwilligen Ausgaben geleistet werden. Und eine gesetzliche Verpflichtung zum Bau des Radweges gibt es doch wohl nicht.
Wenn man das Geld aber hat, wäre es nicht besser im Kita-Ausbau oder einer Schulrenovierung untergebracht?
19:44
vor ein paar Tagen hat es noch geheißen, dass die Vorfahrtsregelung auf dem Sonnenschein zugunsten der Radfahrer geändert wird.
http://www.derwesten.de/staedte/witten/gefahr-fuer-radler-am-sonnenschein-id6709401.html
Nun heißt es, das die Vorfahrt für die Autofahrer bestehen bleibt.
ja was den nun?
Die Vorschlag von Umlaufsperren an dieser Stelle, war garnicht mal so verkehrt! Würde mich doch sehr interessieren, wer alles dagegen gestimmt hat
Wenn die Radfahrer Vorfahrt an dieser Stelle bekommen würden, dann wär das Chaos ja wirklich komplett.
Erst vorfahrtberechtigte Radfahrer fahren lassen, danach Vorfahrt wg. rechts vor links?