Per Mausklick durch die City

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Was wir bereits wissen
Wanderausstellung „Die digitale Stadt“ im Rathaus zeigt, wie sich das urbane Leben ändert. Auch in Witten hinterlässt die neue Zeit Spuren

Witten..  Straßenlaternen, die der Bürger mit seinem Handy anknipsen kann. Freie Parkplätze, die der Autofahrer in der Innenstadt sofort findet, weil sie ihm auf seinem Navi angezeigt werden – das sind keine verrückten Ideen, sondern reale Zukunftsszenarien; beschrieben in der Ausstellung „Die digitale Stadt – wie sich urbane Räume verändern" des Netzwerkes Innenstadt NRW, die Besucher ab sofort bis 3. August im Foyer des Rathauses besichtigen können.

„Wir alle sind damit konfrontiert, dass sich unser Alltag durch die Digitalisierung rasend schnell verändert“, sagt Andreas Hasenberg, Leiter der IT-Abteilung der Stadt. Das gravierendste Beispiel sei das Einkaufsverhalten, das sich direkt auf die Struktur der Innenstädte auswirke. „Der Leerstand in Witten hängt unmittelbar damit zusammen, dass Kunden zunehmend im Internet konsumieren. Und anderen Städten geht es ebenso.“

Um dem Wandel konstruktiv zu begegnen, hat sich aus 80 Städten und Gemeinden das freiwillige „Netzwerk Innenstadt NRW“ zusammengeschlossen. Konkrete Ergebnisse seiner Arbeit sind im Rathausfoyer auf großflächigen Stellwänden zu sehen.

E-Ticket in Münster

In Münster müssen Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs seit kurzer Zeit kein Bargeld mehr in der Tasche haben. Als Fahrschein gilt das E-Ticket, eine Plastikkarte, die beim Einstieg etwa in den Bus nur noch gescannt wird. Der Clou: Die Karte kann auch fürs Taxi, Theater, Schwimmbad, die Bücherei und für acht Parkhäuser genutzt werden.

Smart Havixbeck

Havixbeck ist ein sehr ländliches Dörfchen im Münsterland – wenn hier ein Schulbus Kinder einsammelt, kann es vorkommen, dass an der Hälfte der Haltestellen niemand steht. Schüler der Anne-Frank-Gesamtschule Havixbeck haben eine App entwickelt, mit der Schüler dem Busunternehmen anzeigen können, ob sie Beförderung brauchen.

3-D-Stadtplan Köln

Die Stadt Köln hat ein interaktives 3-D-Modell ihrer Stadt entwickelt, in dem Bürger via Internet eigene Ideen einspeisen und simulieren können. „Gerade im Bereich der Kommunikation und Mobilität wird sich durch die Digitalisierung in den nächsten Jahres auch sehr viel in Witten verändern“, bewertet Hasenberg die Ausstellung.