Otello: Große Oper im Wittener Saalbau

Blutiges Spiel um Liebe und Verrat: Otello gehört zu den häufig aufgeführten Verdi-Opern.
Blutiges Spiel um Liebe und Verrat: Otello gehört zu den häufig aufgeführten Verdi-Opern.
Foto: Jakob Salzmann
Was wir bereits wissen
„Otello“ im Saalbau: Zurück blieben ein gemeucheltes Liebespaar und ein aufgewühltes Publikum, das die Leistung des Landestheaters Detmold bewunderte.

Witten..  Das war der Stoff aus dem die Horror-Träume sind. Ein blutiges Spiel um Intrige und Verrat, von William Shakespeare verfasst, von Arrigo Boitos zum Opernlibretto verarbeitet und vom gereiften Guiseppe Verdi grandios in Musik gesetzt, geriet in der lebendigen Inszenierung von Kay Metzger zum Spektakel um Intrigen und Leidenschaften.

Das in großer Besetzung angetretene Symphonische Orchester Detmold zeigte sich unter der aufmerksamen Leitung von Lutz Rademacher in bester Spiellaune und begleitete die Sänger einfühlsam oder auch mit großen tonmalerischen Ausbrüchen. Der Opernchor überzeugte mit stimmlicher Strahlkraft und schauspielerischer Bewegung.

Die ganze Wucht musikalischer Darstellungskraft zeigte sich gleich zu Beginn, als Chor und Orchester die strahlende Ankunft des Helden Otello verkünden. Heiko Börner verkörperte die Titelrolle schwarz bemalt mit strahlendem Heldentenor.

Ehemann ist rasend eifersüchtig

Seine treue Ehefrau Desdemona (Susanne Serfling) rührte die Zuhörer mit ihrer warmen Sopranstimme mit dem ergreifenden „Lied von der Weide“ und dem „Ave Maria“ kurz vor Ihrer Ermordung durch den rasend eifersüchtigen Ehemann.

Schuld an dem Unheil ist der finstere Soldat Jago (Andreas Jören), der den Tod des Liebespaares verursacht. Wenn er mit tönendem Bass seine Arie „Ich glaube an den grausamen Gott“ vorträgt, gruselt es alle Zuhörer. Zurück blieben ein sinnlos gemeucheltes Liebespaar und ein aufgewühltes Publikum, das diese großartige Leistung des Landestheaters Detmold bewunderte.