Offenes Model-Casting im Wittener Autohaus

Designerin Suzi Oroz (li.), Haar-Stylist und Initiator Lulzim Qunaj und Vorjahressiegerin  Arjeta Krasniqi nahmen auf dem roten Teppich Platz, der im Autohaus für das Offene Casting ausgerollt war. Foto: Barbara Zabka
Designerin Suzi Oroz (li.), Haar-Stylist und Initiator Lulzim Qunaj und Vorjahressiegerin Arjeta Krasniqi nahmen auf dem roten Teppich Platz, der im Autohaus für das Offene Casting ausgerollt war. Foto: Barbara Zabka
Foto: Barbara Zabka / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Gesucht wird das beste „Up-to-date-Model“ für Fotos und Videos. Ausstrahlung zählt hier mehr als Schönheit. Der lokale Wettbewerb hat sich etabliert.

Witten..  Die ersten Schritte auf dem roten Teppich wagten rund 20 „tolle Girls“ beim Offenen Casting im Mercedes Center Lueg. Veranstalter und Initiator ist der bekannte Haarstylist Lulzim Qunaj vom Frisörsalon LQ Hair an der Wiesenstraße. Der lokale Modelwettbewerb fand erstmals vor drei Jahren statt und ist mittlerweile eine etablierte Veranstaltung.

Gesucht wird jeweils das beste „up-to-date-Model“, in Insider-Kreisen auch IT-Model genannt. Vor den kritischen Augen einer fünfköpfigen Jury müssen die Bewerberinnen ihre „Qualitäten“ präsentieren. Dabei geht es keinesfalls nur um das Aussehen und die gute Figur.

„Das Gesicht, die Ausstrahlung, die Haare, der modische Geschmack und die Körpersprache sind uns wichtig. Und natürlich auch, wie die Bewerberinnen verbal drauf sind“, betont Lulzim Qunaj. „Nicht für den Laufsteg, sondern für Foto und Videos suchen wir unsere Damen.“ Zu sehen sind die preisgekrönten Damen dann auf der Homepage oder im Schaufenster des LQ-Salons.

Selbstverständlich winken den Siegerinnen viele tolle Preise. Ein besonderer Leckerbissen ist der Auftritt bei der bekannten Berliner Fashion-Week im Team der Designerin Suzi Oroz. Außerdem sind zwei Veröffentlichungen mit dem gekürten Modell in zwei renomierten Zeitschriften vorgesehen.

Für Vorjahressiegerin haben sich viele Türen geöffnet

„Das Mitmachen lohnt sich auf alle Fälle“, betont Vorjahressiegerin Arjeta Krasniqi (25). „Für mich haben sich jetzt ganz viele Türen geöffnet. Und natürlich habe ich mich dadurch auch etwas verändert. Ich bin im letzten Jahr erwachsener geworden.“

Für alle, die das Offene Casting versäumt haben, gibt es bei der zweiten Runde am 5. März in Bochum eine zweite Chance, sich für die Endrunde zu qualifizieren. Im Finale werden dann die zehn besten Frauen gegeneinander antreten. „Bei der Terminplanung haben wir leider nicht an Weiberfastnacht gedacht“, bedauert Lulzim Qunaj. „So hatten wir weniger Besucher als erwartet. Aber immerhin kommt eine Bewerberin aus der Ruhrstadt.“

Sie heißt Maduo Lebang (21). „Eine echte Top-Favoritin“, schwärmt der Haarstylist. Doch wie kommt man als Frisör zum Casting? „Das ist ganz einfach“, erklärt Quanaj kurz und knapp. „Ich wollte mal was anderes machen, als immer nur Haare schneiden. Für meine Eigenproduktionen brauche ich immer fotogene Mädchen und Frauen. Und beim Casting finde ich sie selbst.“

Mit dabei ist beispielsweise Melissa Wünsche (18) aus Schwelm. „Mich hat eine Freundin angequatscht und da bin ich neugierig geworden. Deshalb bin ich hier. Schließlich winken Spaß und nette Fotos.“ Mit viel Lampenfieber ist Magdalena Kulon (32) aus Dortmund angereist. „Dabei sein ist alles, zu verlieren habe ich nichts.“ Sie hat sich ein sexy Wohlfühl-Outfit ausgesucht. Und wartet gelassen auf die Dinge, die da kommen. Das Lampenfieber ist längst vorbei.