Niedergang der deutschen Sprache

Am 21. Februar ist Tag der deutschen Muttersprache – Grund genug, ein Buch vorzustellen, das sich mit der Entwicklung der deutschen Sprache beschäftigt.

Der Autor stellt einen Niedergang des Deutschen fest und fragt sich nach den Gründen. Und er findet auch gleich zahlreiche Antworten darauf, die sich schlaglichtartig als Kapitelüberschriften wiederfinden. Das entbehrt nicht eines ernsten und sogar wissenschaftlichen Hintergrunds, kommt aber locker und witzig daher.

Die Sprache verkommt, so liest man, „weil der Schlussverkauf zum Sale wurde“ – und die Anglizismen im Sprachgebrauch überhaupt immer mehr zunehmen, „weil Fußballer zu sprechen begannen“ – frei nach dem Motto „jede Seite hat zwei Medaillen“.

In einem kurzen Blick auf die geschichtliche Entwicklung des Deutschen werden die ersten Sprachvereine ebenso gestreift wie die Manie der friderizianischen Zeit, Begriffe aus dem Französischen zu übernehmen oder die Herausbildung einer deutschen Amtssprache. Das Buch ist unterhaltsam.
Verena von Grote, Stadtbibliothek
Andreas Hock: Bin ich denn der Einzigste hier, wo Deutsch kann? Taschenbuch, 14,99 €.