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Diakonie Ruhr

Neues Großunternehmen geplant

20.03.2011 | 18:35 Uhr
Neues Großunternehmen geplant
Das Ev. Krankenhaus an der Pferdebachstraße gehört zur Diakonie Ruhr, die mit der Ev. Krankenhausgemeinschaft fusionieren will. Luftbild: Hans Blossey

Herne/Bochum/Witten. In der Gesundheitswirtschaft im mittleren Ruhrgebiet entsteht ein neuer Riese: Nach Informationen dieser Zeitung planen die Evangelische Krankenhausgemeinschaft (Herne) und die Diakonie Ruhr (Bochum/Witten) die Fusion.

Geben die Gremien grünes Licht, entsteht noch in diesem Jahr unter dem Dach einer Holding ein Unternehmen von knapp 5000 Mitarbeitern.

Mit diesem Schritt wollen die beiden Unternehmen ihre Kooperation auf eine neue Ebene stellen: Vor gut anderthalb Jahren waren die evangelischen Einrichtungen bereits eine Partnerschaft eingegangen, um standortübergreifend neue Leistungen für Patienten anbieten zu können; nun ist die „Ehe“ geplant. Welche Stadt im Falle der Vertragsunterzeichnung Sitz der Holding wird, ist nicht geklärt.

Zur Diakonie Ruhr zählen unter anderem das Ev. Krankenhaus Witten und zehn Altenpflegeheime, Wohnheime für Behinderte, ein ambulanter Pflegedienst sowie Einrichtungen für Suchtkranke und eine Wohnungslosenhilfe. Insgesamt beschäftigt die Diakonie Ruhr in Bochum, Witten, Dortmund und Lünen rund 2800 Mitarbeiter. Die Evangelische Krankenhausgemeinschaft betreibt das Ev. Krankenhaus mit Betriebsstellen in Herne und Eickel sowie unter anderem das Ev. Krankenhaus in Castrop-Rauxel und hat mehrere Töchter, darunter eine Zentralwäscherei. Die gemeinnützige Gesellschaft beschäftigt knapp 1900 Mitarbeiter und kooperiert mit der Evangelischen Augusta-Stiftung in Bochum.

Durch eine Fusion könnten beide Partner ihr Leistungsangebot kräftig ausbauen. In Herne beispielsweise bietet die Ev. Kirche bislang keine Kurzzeitpflege an. Die Gespräche über die „Ehe“ sind weit fortgeschritten. Eine offizielle Stellungnahme gibt es bislang nicht.

Michael Muscheid

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