Das aktuelle Wetter Witten 8°C
Haus der Jugend

Neuer Mädchenraum

04.09.2009 | 08:00 Uhr

„Männerfreie Zone” steht keck auf der Fußmatte vor dem neuen Mädchenraum im Haus der Jugend.

Die Einrichtung ist rosa, mit Spiegel und Kissen – ein Raum, der eben Mädchen gefällt. Hier können sie sich schminken, spielen und mal „Ruhe haben vor den Jungs”, wie Cindy (9) sagt.

Möglich machte diese kleine Rückzugs-Oase eine Spende des Fördervereins des „Lions Club Witten Rebecca Hanf”. Für 1500 Euro konnte das Team um Kiwitz-Leiterin Inga Janz den Zehn-Quadratmeter-Raum mädchenhaft gestalten. „Es geht uns nicht darum, die Jungs zu diskriminieren”, betont die Kiwitz-Leiterin. Vielmehr hätten gerade junge Mädchen sehr unterschiedliche Bedürfnisse als ihre männlichen Altersgenossen. „Mädchen wollen sehr gerne unter sich sein”, sagt Inga Janz. Für Jungs bietet das Haus der Jugend Ballspiele und viele andere spannende Freizeitangebote an.

Insgesamt besuchen bis zu 100 Kinder das Freizeitangebot am Nachmittag, etwa die Hälfte ist weiblich. Zur Eröffnung des Mädchenraumes ging ein Jauchzen durch die Reihen. „Fabelhaft”, raunte Cindy. Und die Vertreterinnen des Lions Club können glücklich mitlächeln. „Mädchen zu unterstützen, das passt genau zu unserem Anliegen”, sagt Evelyn Luhrenberg vom Lions Club. Insofern war diese Spende nur konsequent.

Alexandra Trudslev

Empfehlen
Kommentare
Facebook
 
Kommentare
04.09.2009
16:09
Neuer Mädchenraum
von AbgeordnetenWatch | #5

@4:
Bitte differenzieren Sie!
Es geht nicht um Kritk am Projekt, nicht um Kritik an den damit verbundenen Menschen und es will erst recht niemand den betroffenen Mädchen das Recht auf bevorzugte Intimsphäre absprechen. Die hier dargestellten Mechanismen, diese durchzusetzen und den Jungen per se´ ähnliches abzusprechen (bzw. deren Bedürfnisse sogar gänzlich unerwähnt, geschweige denn unberücksichtigt zu lassen), ist Ansatzpunkt meines Hinweises!
In wie weit ich anderen Hobbys fröhne liegt übrigens neben der Sache und ist nicht Gegenstand eines Leserkommentars.

04.09.2009
11:12
Neuer Mädchenraum
von datPikus | #4

Mein Gott,habt ihr Probleme...
Ich finde es seht gut,das die Mädchen einen eigenen Raum für sich haben.
Wir haben selbst vier Mädels in der Familie.
Und ich weiss,wie wichtig es ist das die Mädchen sich auch zurück ziehen können.Mit solchen Kommentaren kann man es auch echt übertreiben.
Habt ihr kein Hobby,dem ihr frönen könnt???

@Inga,
ihr macht das toll.
Ich kenne euch ja ein bissel und weiss das ihr eure Sache gut macht;-)

04.09.2009
09:09
Neuer Mädchenraum
von W. Obermanns | #3

(@ Nr. 2: Hoppla, da ist nur die Hälfte des Textes kopiert worden)
Allein der Umstand speziell für Mädchen einen Raum zu reservieren ist nicht diskriminierend, der Umstand, das das gleichartige Bedürfnis von Jungs ignoriert wird, aber sehr wohl.
Man stelle sich des weiteren vor, irgendein Raum des Kiwitz wäre als Frauenfreie Zone deklariert, ein derart sexistisch diskriminierendes Verhalten würde zu Recht keine Sekunde geduldet. Wie kann man als Disziplinaraufsicht nur so ein Verhalten Schutzbefohlenen gegenüber dulden?

04.09.2009
08:53
Neuer Mädchenraum
von W. Obermanns | #2

„Es geht uns nicht darum, die Jungs zu diskriminieren”, betont die Kiwitz-Leiterin. Vielmehr hätten gerade junge Mädchen sehr unterschiedliche Bedürfnisse als ihre männlichen Altersgenossen. „Mädchen wollen sehr gerne unter sich sein”, sagt Inga Janz.

04.09.2009
08:50
Neuer Mädchenraum
von AbgeordnetenWatch | #1

Wie würde die Öffentlichkeit wohl reagieren, wenn es einen umgekehrten Raum gäbe, auf dessen Fußmatte Frauen unerwünscht o.ä. stehen würde...? Die latente, unterschwellige Diskrimierung schlägt heute in Richtung des männlichen Geschlechts um und wird, ähnlich jenem dem weiblichen Geschlecht in den fünfziger und sechziger Jahren gegenüber gepflegten Chauvinismus, als regelrecht chiq empfunden. Eine für alle im TV ist nur das offenkundigste Beispiel - Fußmatten sind kleinere, verstecktere...

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/174077/create

Aktuelle Fotos und Videos
Schäden am Rathaus
Bildgalerie
Bauschäden
Die 5. Nacht der Offenen Kirchen
Bildgalerie
Kirchennacht
Deutschland vor...
Bildgalerie
Fan-Artikel
Aus dem Ressort
Warten auf eine neue Niere
Tag der Organspende
Den 28. Mai 1998 hat Eva Michalik (51) wie ihren Geburtstag gefeiert. Damals bekam sie zum zweiten Mal eine neue Niere - was für sie fast elf Jahre lang ein Leben in Freiheit bedeutete, unabhängig von der Dialysemaschine. Inzwischen hängt die frühere Zahnarzthelferin wieder dreimal die Woche an den
Leise bröckelt der Putz
Rathaus
Der vom Rande des Rathausdaches abgeplatzte Beton liegt noch auf dem Gehweg, der Bereich wurde großräumig abgesperrt. „Am Freitagnachmittag wurde per Gerüst ein Fußgängertunnel errichtet, damit die Leute wieder sicher hier hergehen können“, erklärt der städtische Bauleiter Udo Klapp (48).