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Neue Technik für Trinkwasser

15.02.2016 | 18:53 Uhr
Neue Technik für Trinkwasser
Dies ist nicht die geplante Membranfilteranlage, sondern das Wilp-Ufo am Wasserwerk. Science-Fiction ist die neue Technik nicht, aber hochmodern.Foto: Walter Fischer

Witten.   Das Verbundwasserwerk Witten (VWW) will fünf Millionen Euro in moderne Aufbereitung investieren. Der Spatenstich ist im Frühjahr geplant.

Das Verbundwasserwerk Witten (VWW) investiert über fünf Millionen Euro in sein Wasserwerk an der Bommeraner Ruhrbrücke. Mit dem Geld soll die Wasseraufbereitung verbessert werden. Somit sind die Wasserwerke Westfalen nicht die einzigen, die neue Anlagen bauen. Während an der Herbeder Straße jedoch Trinkwasser für die Nachbarstädte aufbereitet wird, bleibt das Trinkwasser des Verbundwasserwerks in Witten. Bereits jetzt wird es mehrmals gefiltert, abschließend mit ultraviolettem Licht bestrahlt und so desinfiziert.

„Das Wasser hat beste Trinkwasserqualität“, sagt Ulrich Schulte, Leiter des VWW-Labors. Damit das auch so bleibt, soll die Wiederaufbereitungstechnik an der Bommeraner Ruhrbrücke auf modernsten Stand gebracht werden. Dazu wird eine Ultrafiltrationsanlage gebaut (auch Membranfilteranlage genannt). „Diese feine Filtration bekommt alles aus dem Wasser heraus, was lebt: Viren, Phagen, Bakterien, alle biologischen Gefahren“, sagt VWW-Geschäftsführer Hansjörg Sander. „Egal ob Ebola oder Novovirus, wenn Krankheiten übers Wasser übertragen werden, filtern wir das raus.“ Mit destilliertem Wasser sollte man es aber nicht verwechseln, betont Sander.

Außerdem gibt’s bald Aktivkohlefilter

Technisch geht das Verbundwasserwerk damit einen anderen Weg als das Werk an der Herbeder Straße, das auf das Verfahren namens Ozonung setzt. Dabei reinigt Sauerstoff das Wasser, indem er kleinste Teilchen darin aufspaltet. Beide Verfahren sind auf einem technisch hohen Stand und für die jeweilige Situation vor Ort eine maßgeschneiderte Lösung.

Die VWW-Baumaßnahmen sind mit der Ultrafiltrationsanlage noch nicht erschöpft. Das Unternehmen, eine Tochter der Stadtwerke und der Aktiengesellschaft für Versorgungsunternehmen (AVU), baut zudem eine Anlage mit Aktivkohlefiltern. Bislang wurde Kohle dort bei Störfällen dazugegeben, bald kommt sie standardmäßig zum Einsatz. „Die neue Anlage wird die Trinkwasserqualität in Witten für die nächsten 20 Jahre sichern“, beteuert Hansjörg Sander. Im Frühjahr gibt’s für das Projekt den ersten Spatenstich.

Oliver Kühn

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2016-02-15 18:53
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