Neue Ruhrfähre ist fast fertig
07.07.2010 | 16:34 Uhr 2010-07-07T16:34:00+0200
Witten.Seit Februar laufen die Arbeiten an der neuen Ruhrfähre. Am Samstag, 17. Juli, wird die größere„Hardenstein“ zu Wasser gelassen. Die Alte übernimmt einen Teilbetrieb.
Die Funken sprühen und die Arbeiter halten Sicherheitsabstand. Geschickt schweißt Andreas Sawatzki ein Metallteil an eine große Eisenplatte. Warum? Er baut das Führerhaus der neuen Ruhrfähre zusammen.
Seit Februar laufen die Arbeiten an der neuen, größeren Fähre, die ab nächsten Samstag, 17. Juli, in Betrieb genommen wird. Die Arbeit macht den Lehrlingen und Meistern der Deutschen Edelstahlwerke (DEW) zurzeit sichtlich Spaß. „Aber im März und April, wo es teilweise noch richtig kalt war, fanden sie das nicht so lustig“, erzählt Kapitän Christoph Heemann, der die Entwürfe für das Führerhäuschen gestaltete. Im Moment würden sie sich aber um den Arbeitsplatz an der Sonne reißen, so Ute Dreher, Geschäftsführerin der Karrierewerkstatt der DEW.
49 Passagiere passen auf die Fähre
Weiß und rot mit blauen Streifen an der Seite, liegt die nächste „Hardenstein“ noch im Gras und wartet auf ihren Einsatz. 49 Passagiere kann das Schiff aufnehmen, es wiegt 18 Tonnen. Es löst die kleinere und ältere „Hardenstein“ ab, die dann auf dem Kemnader See ihren Dienst antritt. Sie soll die 400 Meter lange Strecke zwischen der Zeche Gibraltar und Holland überbrücken, zusätzlich zum normalen Fährverkehr der „Kemnade“. „Deswegen werden wir auch ein Fährgeld von 1,50 Euro nehmen müssen, weil wir nicht als Konkurrenz zur „Kemnade“ fahren wollen“, erklärt Wabe-Geschäftsführer Thomas Strauch.
An der neuen „Hardenstein“ sei noch einiges zu tun, so Heemann. Das Führerhaus, das im Moment fertig gestellt wird, sollte eigentlich zuerst angeliefert werden. „Da das nicht der Fall war, konnten wir natürlich auch keine Elektrik und Steuerelemente einsetzen“, so Heemann weiter. Aber man sei noch absolut in der Zeit.
Projekt kostet bislang 90 000 Euro
Die Fähre ist mit einigen Neuheiten ausgestattet. Sie bekommt eine Löschwasseranlage, drei Feuerlöscher und zwei Funkgeräte. „Der Witz bei den Fungeräten ist, dass es niemanden gibt, mit dem der Fährmann reden kann, außer vielleicht mit der Feuerwehr“, scherzt Thomas Strauch. Dennoch seien die Geräte von Nöten, damit man im Ernstfall wenigstens jemanden anfunken könne.
Marcel Schwarz und Christian Klinke, die beiden Lehrlinge, die mit der Flex Rohre zurechtschneiden für die Kabelschläuche, sind von ihrem Job begeistert. Beide sind im ersten Lehrjahr und arbeiten gerne in der Stahlindustrie: „Es macht Spaß zu schweißen. Außerdem können wir das auch ganz gut.“
Mit der Hilfe der zehn Mitarbeiter der Karrierewerkstatt der DEW nimmt die „Hardenstein“ Gestalt an. Das Projekt kostete bisher 90 000 Euro. „Das ist aber okay. Wir haben unheimlich viel selbst gemacht“, sagt Christoph Heemann. Besonders erfreulich: Das Schiff ist fast schon über den TÜV. Es habe nur zwei Mängel gegeben, die aber schon behoben seien. Jetzt fehle nur noch die Endabnahme.
09:17
Zumindest hat der Fährmann nach 49 Radlern keinen Durst mehr. ;-).
00:01
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22:25
Hallo,. Der Witz bei den Fungeräten ist, .. Bitte was ist ein Fungerät?
Wenn die Fähre mit 47 Radlern voll ist hat sie 47 Fungeräte an Bord!
21:13
„Der Witz bei den Fungeräten ist, dass es niemanden gibt, mit dem der Fährmann reden kann, außer vielleicht mit der Feuerwehr“, scherzt Thomas Strauch. Dennoch seien die Geräte von Nöten, damit man im Ernstfall wenigstens jemanden anfunken könne.
Hey ihr Schlaumeier - die Feuerwehr Witten benutzt kein CB-Funk, sondern
für die Feuerwehr Witten lautet der
Rufname: Florian Ennepe auf der
Frequenz 86.375 MHz (Kanal 465 O(berband))
Alles klar - oder sind das sogar Seefunkgeräte ????
17:56
Ich freue mich schon und vielen Dank.
17:46
Korrektur: 49 Passagiere.
Ich bin ja schon mal auf die Twittermeldungen gespannt. Elektrofähre sinkt. Kapitän am Funkgerät sucht Gegenstation - Sind gerade gesunken. Stehe bis zur Hüfte im Wasser - Kapitän ohnmächtig. Wie funktioniert ein Funkgerät?
17:42
Dennoch seien die Geräte von Nöten, weil … grundsätzlich niemand der 47 Passagiere ein Handy dabeihat und der Kapitän auch nicht?