Neue Regeln für rote Kennzeichen

Ab April gelten strengere Regelungen zur Ausgabe der roten Kurzzeitkennzeichen, die für Probe- und Überführungsfahrten genutzt werden. Darauf weist jetzt der Ennepe-Ruhr-Kreis hin. Hintergrund sei der stark angestiegene Missbrauch von Kurzzeitkennzeichen.

Das fünf Tage gültige Nummernschild für Probe- und Überführungsfahrten gibt künftig nur noch, wenn für das Fahrzeug eine gültige Hauptuntersuchung bescheinigt wird. Neu ist auch die Pflicht, Fahrzeugdaten beim Beantragen des Kurzzeitkennzeichens konkret zu benennen und nachzuweisen. In den neuen Fahrzeugscheinen werden zukünftig alle technischen Daten des Fahrzeugs und die Daten des Halters erfasst.

Wenn für das Fahrzeug keine gültige Hauptuntersuchung nachgewiesen werden kann, sind nur noch Hin- und Rückfahrten zu einer Prüfstelle im Zulassungsbezirk möglich. Nach bestandener Prüfung gilt das Kurzzeitkennzeichen unbeschränkt, der Bericht ist mitzuführen. Wer Mängel reparieren lassen möchte, darf nur zur nächstgelegenen Werkstatt im Zulassungsbezirk oder Nachbarbezirk fahren. Dies gilt nicht für Fahrzeuge, die als verkehrsunsicher eingestuft worden sind. 2014 hatten die Zulassungsstellen des EN-Kreises in Schwelm und Witten knapp 6000 Kurzzeitkennzeichen ausgegeben.