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Neue Chance für die Zukunft

26.09.2008 | 17:14 Uhr

„Das war die Chance meines Lebens”, sagt Iwona Joanna Syma. Die 34-Jährige hat gestern ihr Zeugnis zur Pflegeassistentin vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) bekommen – und das, obwohl sie erst vor anderthalb Jahren aus Polen nach Deutschland kam.

„Die drei besten Zeugnisse sind von einer Türkin, einer Russin und Frau Syma”, sagt Maren Windemuth, Sozialarbeiterin und Dozentin beim DRK Witten. Neun Teilnehmer haben ein halbes Jahr lang Erste Hilfe gebüffelt und die Krankenpflege am Bett geübt. Mit einer mündlichen, schriftlichen und praktischen Prüfung mussten sie ihr Können beweisen. Zwei Praktika während der Ausbildungszeit halfen den Teilnehmern, sich zu orientieren.

 Melanie Runkel fühlte sich bei der Lebenshilfe am wohlsten. Dort konnte sie sogar die Gebärdensprache nutzen. Bärbel Blankenagel schwankt noch zwischen Krankenhaus und Altenpflege. Aber eines weiß sie sicher – dass der Job genau der richtige für sie ist: „Es gibt einem so viel, wenn man Menschen hilft”, sagt sie.

 Pflegeassistentin Iwona Joanna Syma sieht das genauso. Die 34-Jährige wollte schon immer mit älteren Menschen arbeiten, sie mit Geduld und Liebe pflegen, wie sie sagt. „Man sieht, dass die Leute glücklich sind, wenn man sich mit ihnen beschäftigt, auch bei Demenzkranken”, weiß Syma. Durch ihren Einsatz schaffte sie es bis zu einem Ausbildungsplatz zur Altenpflegerin.

 „Zwei Teilnehmer haben ab Oktober eine feste Stelle. Die anderen unterstütze ich in Zukunft”, sagt DRK-Mitarbeiterin Windemuth. Die Sozialarbeiterin hilft auch bei Bewerbungen aus: „Nicht jeder hat einen Computer zu Hause”. Pflegeassistenten seien als Helfer stark gefragt, so Windemuth. Die sechsmonatige Ausbildung hilft Arbeitslosen, neue Perspektiven zu entwickeln und einen Berufseinstieg zu finden.

mp

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