Neubaugebiet Bommeraner Heide bekommt Lärmschutzwall

Ein Blick auf einen Teil des Neubaugebietes Bommeraner Heide in Witten von der Elberfelder Straße (re.) aus. An dieser wird ab Juli ein Lärmschutzwall errichtet.Foto: Jürgen Theobald / FUNKE Foto Services
Ein Blick auf einen Teil des Neubaugebietes Bommeraner Heide in Witten von der Elberfelder Straße (re.) aus. An dieser wird ab Juli ein Lärmschutzwall errichtet.Foto: Jürgen Theobald / FUNKE Foto Services
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Was wir bereits wissen
Ab Juli wird am Neubaugebiet Bommeraner Heide ein Lärmschutzwall errichtet. Er soll künftige Anwohner vor Verkehrslärm der Elberfelder Straße schützen.

Witten..  Anfang Juli geht es los. Dann wird zur Elberfelder Straße in Bommern hin ein Lärmschutzwall errichtet, der das städtische Neubaugebiet Bommeraner Heide, das zwischen der Alte und der Elberfelder Straße liegt, vor Verkehrslärm schützen soll.

27 Baugrundstücke bietet die Stadt dort an. Zur Alte Straße hin werden ab Ende des Jahres Doppelhaushälften entstehen, zur Elberfelder Straße hin zwölf Einfamilienhäuser. Zuständig für den Lärmschutz ist Gerald Klawe von der städtischen Stabsstelle Umwelt.

Ein Gutachter habe im Auftrag der Stadt errechnet, wie so ein Erdwall beschaffen sein muss, damit er seinen Zweck erfülle, erklärt Klawe. Er werde rund 250 Meter lang sein und – von der Elberfelder Straße aus gesehen – „eine Höhe zwischen zwei und drei Meter erreichen, vom Neubaugebiet aus betrachtet, wird er viereinhalb bis fünf Meter hoch sein“.

Wall ist für die Stadt kostenlos

Errichtet wird der Wall vom Wittener Unternehmen „Gesellschaft für Umweltschutz und Deponie-Betrieb“ (GUD), einem Zusammenschluss von acht örtlichen Bau- und Gartenbaufirmen. „Bei deren Arbeiten fällt Boden an, der, wenn er nicht mehr anderweitig gebraucht wird, teuer auf einer Deponie entsorgt werden muss“, so Klawe. Beim Lärmschutzwall in Bommern werde dieser eine sinnvolle Verwendung finden. „Für die Stadt ist der Erdwall kostenlos, für beide Seiten eine Win-Win-Situation.“ Fertig sein soll er im November oder Dezember, danach wird er mit 20 Bäumen und Gras begrünt.

Die Bäume werden, sobald das Wetter es erlaubt, auf halber Höhe des Lärmschutzwalls zur Neubausiedlung hin gepflanzt werden. „Das werden heimische Gehölze sein, die, wenn sie ausgewachsen sind, eine Höhe von acht bis zehn Metern erreichen werden.“

Gerald Klawe betont, dass der Erdwall dafür sorgen wird, dass die zulässigen Grenzwerte für Lärm tagsüber und auch nachts eingehalten werden. „Es wird so sein, wie es der Gesetzgeber mit der TA-Lärm („Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm“) vorschreibt.“

Im Mai hatte die Stadt noch rund 180 Interessenten für ihr Bommeraner Neubaugebiet. Übrig geblieben sind 25, wie Bernd Dinkloh am Donnerstag erklärte, der bei der Stadt für die Vermarktung der 27 Grundstücke zuständig ist. Am Mittwoch wurden diese unter notarieller Aufsicht verlost.

Es sind noch Bewerbungen möglich

Jeder Bewerber konnte drei Wunschgrundstücke benennen. Durch die Verlosung wurde die Reihenfolge der möglichen Vergabe festgelegt. „Das ist aber noch nicht der endgültige Stand“, betont Dinkloh. „Denn es kann ja sein, dass jemand noch einen Rückzieher macht und dann ein anderer nachrückt.“ Daher seien auch noch Bewerbungen für Baugrundstücke möglich.

Die Einfamilienhäuser und Doppelhaushälften im Neubaugebiet dürfen eingeschossig gebaut werden. Ein halbes Geschoss kommt hinzu, wenn der Dachboden ausgebaut wird. Bernd Dinkloh: „Vor den Sommerferien werden wir den Interessenten Kaufangebote unterbreiten. Dann beginnt die kostenlose Reservierungszeit.“

Für zwei Grundstücke gibt es überhaupt noch keine Interessenten

Nach den Sommerferien müssen die Angeschriebenen erklären, ob sie ein Grundstück erwerben möchten oder nicht. Dinkloh geht davon aus, „dass wir im September oder Anfang Oktober die ersten Kaufverträge schließen werden“. Die Stadt rechnet mit einem Baubeginn ab Ende des Jahres.

Elf der 25 Bewerber stammen aus umliegenden Ruhrgebietsstädten. Für zwei Grundstücke (Nr. 11 und 103), auf denen Doppelhaushälften entstehen können, gibt es bislang noch keine Interessenten.

Fragen und Bewerbungen für Grundstücke nimmt Bernd Dinkloh vom Wittener Amt für Bodenwirtschaft entgegen: Tel. 02302/581-6236; E-Mail: Bernd.Dinkloh@stadt-witten.de