Nach zehn Monaten haben die Bützlers in Bommern Telefon

Silke Bützler und ihre Familie können in ihrem Haus in Witten-Bommern jetzt endlich nicht mehr nur mit ihren Handys telefonieren. Warum es mit dem Festnetzanschluss zehn Monate dauerte, wurde ihnen von der Telekom nicht erklärt.Foto: Thomas Nitsche - FUNKE Foto Service
Silke Bützler und ihre Familie können in ihrem Haus in Witten-Bommern jetzt endlich nicht mehr nur mit ihren Handys telefonieren. Warum es mit dem Festnetzanschluss zehn Monate dauerte, wurde ihnen von der Telekom nicht erklärt.Foto: Thomas Nitsche - FUNKE Foto Service
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Was wir bereits wissen
Nach zehn Monaten hat Familie Bützler von der Telekom einen Festnetzanschluss für das Telefon bekommen. Der Internetanschluss fehlt weiterhin.

Es war die scheinbar unendliche Geschichte: Wir haben am Dienstag über Familie Bützler berichtet, die seit zehn Monaten in Bommern auf einen Telefon- und Internetanschluss durch die Telekom wartete. Am Freitag bekamen die Neu-Wittener zumindest ihren Telefonanschluss.

Silke Bützler kann es kaum fassen: „Es ist schon ein Ding, dass das, nachdem wir die Presse eingeschaltet haben, jetzt plötzlich klappt.“ Wäre die Sache nicht öffentlich geworden, ist sich die 50-Jährige sicher, „hätten die uns noch weiter warten lassen“. Auch die WDR-Lokalzeit hatte das Thema nach der WAZ-Berichterstattung aufgegriffen.

Die Bützlers waren viele Jahre in Bochum-Langendreer zu Hause. Im April 2014 zogen Silke und Uwe (55) Bützler mit ihrem Sohn Niklas (17) in die Bommeraner Neubausiedlung am Ernst-Porthmann-Ring. Und dann begann das lange Warten auf das Festnetztelefon und einen Internetzugang – mit einem nervenraubenden Briefwechsel und etlichen Telefonaten. „Wir hatten ja unsere Handys.“

Warum es mit dem Anschluss der Telekom-Neukunden zehn Monate haperte, das habe die Telekom ihnen nie richtig erläutert, betont Silke Bützler. Die Erklärung lieferte die Pressestelle des Unternehmens – auf Nachfrage – dann unserer Zeitung.

Telekom: Es standen keine Bautrupps zur Verfügung

Darin heißt es, dass sich die Bereitstellung des Anschlusses „aufgrund mehrerer Faktoren“ verzögert habe. Hierfür sei die Einrichtung eines Kabelverteilers notwendig, „das sind die grauen Kästen am Straßenrand“, so Telekom-Sprecher Georg von Wagner. Hier habe es „Missverständnisse im Genehmigungsverfahren der Baumaßnahmen und bei der Bereitstellung eines Stromanschlusses gegeben“. Wegen zahlreicher Sturmschäden deutschlandweit hätten außerdem bis November 2014 nicht genügend Bautrupps zur Verfügung gestanden, sagt von Wagner.

Silke Bützler betont, dass „ein großer Verteilerkasten doch bei uns um die Ecke steht, an der Alte Straße“. In ihrem Haus habe der Elektriker außerdem alle Anschlüsse gelegt, „die man für eine Installation eines Telefons und des Internetzugangs braucht“.

Der Internet-Anschluss: Hierzu wurde den Bützlers noch kein Termin genannt. „Bis es soweit ist, hat man uns kostenlos einen Surf-Stick zur Verfügung gestellt. In den Laptop geschoben, ermöglicht er uns einen mobilen Internetempfang auf Kosten der Telekom.“