Nach Presbyter-Wahl ist der Teufel los
07.02.2012 | 14:43 Uhr 2012-02-07T14:43:00+0100
Witten. Ärger nach der Presbyteriumswahl gibt es in der ev. Trinitatis-Gemeinde.
Am 5. Februar wurden in den evangelischen Kirchengemeinden in ganz NRW die Presbyterien gewählt - so auch in den 17 Gemeinden des Kirchenkreises Hattingen-Witten. Seitdem ist auf dem Steinhügel in der Trinitatis-Gemeinde der Teufel los.
Im Regelfall ist es so, dass sich eine Kirchengemeinde glücklich schätzt, wenn sie genügend Kandidaten für den vierjährigen Turnus auf die Beine bringt - und möglichst sogar einige mehr, damit auch von einer wirklichenWahl die Rede sein kann. Immerhin vertreten die Ehrenamtlichen die Gemeinde auch im rechtlichen Sinne, tragen also auch Verantwortung für den Haushalt und als Arbeitgeber.
In Trinitatis nun war man in der Lage, acht Gemeindeglieder zur Kandidatur bewogen zu haben. Da gab es Gewinner und Verlierer der Wahl. Und einen Verlierer, der sich mit dem Ergebnis nicht anfreunden mag: Dr. Carsten Rensinghoff spricht offen von „Quotenfrauen“, die in dieses Amt „hineingerutscht“ seien. Artikel 36 Absatz 1 der Kirchenordnung sehe auch einen regelmäßigen Besuch des Gottesdienstes vor. „Man sieht sie in den Gottesdiensten selten bis überhaupt nicht“, hat Rensinghoff dagegen festgestellt.
Pfarrerin Heike Oberwelland kontert: „Alle acht Gemeindeglieder, die zur Wahl kandidiert haben, sind neben anderem gemeindlichen Engagement auch Mitglieder im Gottesdienstteam und mindestens alle sechs Wochen aktiv im Gottesdienst beteiligt. Zudem ist jeder Christenmensch frei, auch in anderen Kirchen Gottesdienste zu feiern als in der, in der er sich verantwortlich engagieren will. Wie sonst könnte man seinen Horizont erweitern und Kontakte pflegen?“
17:20
Interessantes Demokratieverständnis von Herrn Rensinghoff
09:43
Manchmal können "Quotenfrauen" auch etwas sehr, sehr Gutes haben ;)
08:24
Insbesondere Menschen, die sich für besonders wichtig halten, können mit Niederlagen nicht umgehen. Dann werden wir künftig wieder mit vglw. sinnentleerten Leserbriefen/Kommentaren genervt werden.
Da könnte was dran sein.
Ich wüsste gern, woher der Redakteur/die Redakteurin denn weiß, dass der Teufel los sein soll. Bei der Verkündung des Wahlergebnisses gegen 18.15h waren ausser meiner Familie (bin übrigens katholisch) nur die Kandidat/-innen und einige Mitarbeiter/innen der Gemeinde anwesend. Und an der Wahl haben sich nach meiner Information weniger als 4% beteiligt. Also gab es kein großes Interesse! Welcher Teufel soll denn dann los sein!? Vielleicht nur einer? - schwache Redaktionsleistung!