Muttentaler Bienenvölker sammeln 70 Kilo süßen Honig

Wie kommt der Honig aus der Wabe ins Glas? Dies und noch viel mehr konnten die Besucher beim fünften Schleudertag am Bethaus erfahren. Und natürlich auch eine kleine Kostprobe der süßen Köstlichkeit schlecken.

Imker Siggi krempelte gestern die Hemdsärmel hoch. Und kam trotzdem ganz ordentlich ins Schwitzen. Denn die fleißigen Bienchen aus seinen drei Völkern hatten 70 Kilo Honig im Muttental gesammelt.

„Das ist ein toller Ertrag“, freut sich der Experte. „Normalerweise schafft ein Volk nur 20 Kilo im Jahr. Meine Bienen haben schon jetzt nach der Frühlingstracht ihr Jahressoll erfüllt.“

Imker Siggi hat dafür auch eine Erklärung parat. „Hier im Muttental haben wir sehr viel unberührte Natur“, erklärt er. „Und das ist ein tolles Paradies für die gelbschwarzen Nektarsammler.“

Seine drei Völker stehen hinter dem historischen Bethaus. Unentwegt schwärmen die Bienen ein und aus. Es brummt und summt. Der Frühjahrshonig ist übrigens besonders köstlich. Obstblüten, Weißdorn, Löwenzahn und wilde Kräuter haben ein ganz besonderes Aroma. Und der süße Brotaufstrich hat auch einen besonderen Namen. Mit einem eigenen Etikett – „Muttentaler Bethaus-Honig“.

Der Schleudertag begann für den Bienenfreund schon frühmorgens. Als Erstes brachte er sogenannte Flugschiede unter die Honigräume. Dadurch müssen die Bienen langsam nach draußen wandern. „Frischer Nektar macht den Honig zu feucht zum Schleudern“, erklärt Siggi seinen interessierten Besuchern. Unser Honig heute mit 15 Prozent Wassergehalt ist optimal.“ Staunend stehen die Gäste um die Honigschleuder. Die wird übrigens manuell bedient. Kein Elektromotor. Mit purer Muskelkraft.

Geduldig beantwortet der Imker alle Fragen. So wird immer in einem geschlossenen Raum geschleudert. „Die Bienen riechen den Honig kilometerweit“, erzählt Siggi. „Und wir wollen ja ungestört arbeiten.“ Der siebenjährige Tim hat eine ganz schlaue Frage: „Wo haben die Bienen denn eigentlich ihre Nase?“ Da muss selbst der Experte passen. Am Ende des Tages stehen 140 Gläser mit frischem Honig auf dem Tisch. Siggi weiß, was er getan hat.