Mutmaßlicher Tierquäler aus Witten geht in Berufung

Terrier Bobby hat bei den Stratmanns ein neues Zuhause gefunden. Der mutmaßliche Tierquäler aus Witten geht nun in Berufung.
Terrier Bobby hat bei den Stratmanns ein neues Zuhause gefunden. Der mutmaßliche Tierquäler aus Witten geht nun in Berufung.
Foto: Michael Kleinrensing
Was wir bereits wissen
Ein Wittener hat einen Hund in Hagen aus einem Fenster im dritten Stock geworfen. Nun erhielt er vor Gericht eine Haftstrafe. Er geht in Berufung.

Hagen/Witten.. Es war eine Tat von beispielloser Herzlosigkeit: Weil er mit der Haltung seines kleines Hundes überfordert war, warf laut Anklage ein 49-jähriger Wittener das Tier Ende Mai in Hagen aus dem dritten Stock auf die Straße: „In hohem Bogen“, wie sich ein Zeuge erinnert. Der Beschuldigte hatte zwar behauptet, der Hund sei von selbst gesprungen, wurde aber wegen Tierquälerei verurteilt. Nun geht er in Berufung.

Der kleine Jack-Russell-Terrier „Bobby“ knallte auf den Asphalt, verlor zwei Zähne, erlitt eine Blasenquetschung und eine Fußverletzung, die ihn für den Rest seines Lebens behindern wird. Dass „Bobby“ überhaupt überlebte, kam einem Wunder gleich: Eine Tierärztin versorgte den verletzten Hund auf der Straße.

Gegen den Wittener wurde ein amtliches Tierhalteverbot verhängt. Im Oktober war er in erster Instanz zu einer zehnmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden: „Eine widerliche Tat“, befand der Amtsrichter. Zudem sollte der Verurteilte 1000 Euro Buße an den Tierschutzverein zahlen. Dagegen wehrt er sich am Mittwoch (4.2.) in der Berufungsinstanz.