Musikalische Zeitreise in die Wirtschaftswunderjahre

Zu einer kleinen Zeitreise möchte die Gaststätte „Am Pütt“ in Herbede ihre Besucher entführen: Am Donnerstag, 15. Januar, ist die Wittener Künstlerin Cornelia Brommer zu Gast in den Räumen an der Kirchstraße 18. Dort präsentiert sie ihr Programm „Steiger, Stollen und Salinos“, das vom Alltag in den 50er und 60er Jahren im Ruhrgebiet erzählt.

„In dieser Zeit nach den entsetzlichen Kriegswirren war die Heimat wiedergefunden oder gefunden, man richtete sich ein in kleinen Wohnungen, meist mit Schrebergärten, die heilige Familie zusammen, die Frau zuhause am Herd“, fasst Brommer zusammen. „Die Schlote qualmten, Arbeit gab es genügend, es ging voran...“

Die Künstlerin liest, singt und spielt Gitarre. Mit ihrer Stimme lässt Cornelia Brommer dabei Improvisationen und Lieder entstehen, die den Besucher in die Zeit des Wiederaufbaus und des Wirtschaftswachstums zurückversetzen sollen. Während des Programms versucht sie, so Erinnerungen im Publikum wach werden zu lassen. Direkt nach den Wort- oder Liedbeiträgen dürfen diese aus den Köpfen heraus und frei geäußert werden. So können auch die Zuhörer aktiv werden und es sollen muntere Gespräche im Raum entstehen.

Die Musikerin bringt dabei einige Erfahrung mit. Lange stand Cornelia Brommer mit Akkordeonist Michael Machnik als Duo „Kremser und Quetsche“ auf der Bühne. Sie mischten Gesang mit Kabarett und Satire. Diesem Stil blieb Brommer in weiten Zügen treu. Ob als Solistin oder als musikalische Begleitung bei Lesungen: Ihre Auftritte sind stets humorvoll. In der Gaststätte „Am Pütt“ geht es um 19.30 Uhr los. Spenden werden erbeten.