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Musik für das Recht auf Augenlicht

03.03.2008 | 19:41 Uhr

Lions Club veranstaltete ein Benefizkonzert mit dem Bommeraner Männerchor Lyra.Der Erlös geht an die Aktion "Sight First - Lichtblicke für Blinde"

Der Lions Club Witten-Mark setzt sich für blinde Menschen ein. Diesem Engagement war auch ein Benefizkonzert des Bommeraner Männerchors Lyra gewidmet. Der Erlös geht an die Aktion "Sight First - Lichtblicke für Blinde".

Derzeit gebe es 37 Millionen Blinde weltweit, weiß der Präsident des Lions Clubs Witten-Mark, Dirk Bobe. Der internationale Lions Club möchte diese Zahl bis zum Jahr 2020 auf 20 Millionen senken. Dabei wollen die Wittener Lions tatkräftig mithelfen.

Rund 200 Besucher lauschten im Foyer der Stadtwerke dem anspruchsvollen Programm. Mit 78 aktiven Sängern ist Lyra der größte Chor Wittens. Im nächsten Jahr feiert das Ensemble sein 100-jähriges Bestehen. "Die Gründungsmitglieder sind heute leider nicht hier", scherzte Chorleiter Stefan Lex.

Am Samstag faszinierten die Sänger in ihrem 90-minütigen Programm unter anderem mit Auszügen aus "Der Zigeunerbaron" (Strauß), "Die Czardasfürstin" (Kalman), und "Ein Maskenball" (Verdi). Besonderen Glanz verliehen dem Konzert die Solisten Angela Hölscher (Sopran), Stefan Lex (Tenor) und Sigrid Althoff am Klavier. Lex, Lyra-Leiter seit 26 Jahren, führte seinen Chor souverän durch das abwechslungsreiche Programm. Besonders beeindruckend war sein Tenor-Solo "Der Postillon von Lonjumeau". Mit kraftvoller Stimme und dramatischen Gesten begeisterte er das Publikum.

"Wir kümmern uns sowohl um soziale Probleme in unserer Stadt, als auch um internationale Probleme", sagt Dirk Bobe, Präsident des Wittener Lions Clubs. "Sight First" sei eine Kampagne des internationalen Lions Clubs. "Für sechs Dollar kann man schon jemanden operieren und verhindern, dass er dauerhaft blind ist", sagt Dirk Bobe.

Flussblindheit, Bindehaut-entzündungen und Vitaminmangel würden vor allem in Dritte-Welt-Ländern dazu führen, dass viele Menschen erblinden. Aufgrund von Armut sei eine Operation für sie oft unmöglich. Das wollen die Lions ändern: Es gebe ein Recht auf Augenlicht.

Von Iris Woitschell

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