Museumstag lockt viele Besucher ins „Märkische“

Selbst aktiv beim Museumstag im Märkischen Museum: Fee mit Mutter Ira Pechtel.
Selbst aktiv beim Museumstag im Märkischen Museum: Fee mit Mutter Ira Pechtel.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Viele Besucher nutzten den Internationalen Museumstag, um das „Märkische“ und eigene Talente kennenzulernen.

Witten..  Zum Internationalen Museumstag lockte das Märkische Museum mit freiem Eintritt, Workshops und kostenlosen Führungen. Rund 120 Besucher – darunter auch viele Familien mit Kindern – nutzten die Gelegenheit, um sich teils ganz praktisch mit Kittel und Farben in die moderne Kunst einführen zu lassen.

Ab Mittag herrschte großer Andrang. Kein Wunder, den das Haus wird ab Ende Juli wegen des Bibliotheksanbaus für voraussichtlich ein Jahr schließen. Eine gute Gelegenheit, um die aktuelle Ausstellung, aber auch den Stand der Bauarbeiten anzuschauen. In einigen Wochen soll bereits Richtfest sein.

Freier Eintritt und Workshops

Viele Besucher des Museumstages sind erstmals im „Märkischen“, so auch Familie Hölter. Der freie Eintritt und die Mitmachaktionen haben sie angelockt. Nach einem Rundgang nimmt Kunstvermittlerin Barbara Thönnes die Gruppe in die Malschule mit. „Malen ohne Pinsel“ steht hier auf dem Programm – etwa so, wie es die Informel-Künstler vorgemacht haben, deren Werke im Obergeschoss hängen. Wer angesichts der abstrakten Kunst heimlich „Das kann ich doch auch“ dachte, kann sich jetzt beweisen.

Janis Hölter (12) und sein Bruder Joscha (10) geben sich dem Farbrausch hin: In Schuhkartondeckeln lassen sie Murmeln durch dicke Farbkleckse rollen. Die bunten Spuren der Murmeln überlagern sich, die Farben werden vermischt. „Macht mehr Spaß als Kirmes“, meint Joscha. Etwas nachdenklicher gehen die Erwachsenen ans Werk. Sie lassen sich von Originalen der Sammlung inspirieren. Wie einst in der Schule sitzen sie mit Wachsmalstiften am Tisch. Die in Graustufen ausgedruckte Vorlage der „Schneelandschaft“ von Gabriele Münter wollen sie „expressionistisch“ gestalten: Knallige Farben sind die Devise.

Während die Bilder trocknen, startet nebenan die Reihe „Kunst und Kuchen“ des Fördervereins und belebt bis in den späten Nachmittag die Caféteria. Kurator Christoph Kohl zieht am Ende freudig Bilanz: „Wir hatten eine tolle Resonanz.“