Montagsdemo kritisiert militärisches Vorgehen der Türkei

Die Montagsdemo protestierte gegen das militärische Vorgehen der Türkei gerade in Nordsyrien.
Die Montagsdemo protestierte gegen das militärische Vorgehen der Türkei gerade in Nordsyrien.
Foto: Barbara Zabka/
Was wir bereits wissen
Die Montagsdemo hat einen „sofortigen Stopp“ von Angriffen gegen den „kurdischen Beifreiungskampf“ gefordert. In der City wurde protestiert.

Witten..  Rund 50 Menschen haben am Samstag (27.2.) auf dem Berliner Platz gegen das militärische Vorgehen der Türklei gegen Kurden protestiert. Eingeladen hatten die Teilnehmer der Montagsdemo.

Angesprochen waren alle Wittener über Partei- und weltanschauliche Grenzen hinaus. „Jeder hat die Möglichkeit, sich gleichberechtigt am offenen Mikrofon zu Wort zu melden“, betonte Moderator und Initiator Romeo Frey. „Ausgenommen sind religiöse Fanatiker und das braune Gesindel.“

Erschütternder Bericht von Helfer aus Kobane

Die etablierten Parteien haben diese Einladung allerdings nicht angenommen. Trotzdem gab es zahlreiche Wortmeldungen, die diskutiert wurden. Zülfü Altunok, der im Juli in der syrischen Grenzstadt Kobane mitgeholfen hatte, ein Gesundheitszentrum aufzubauen, schilderte seine erschütternden Erfahrungen in deutscher, kurdischer und türkischer Sprache. Nicht die Kurdenfrage stehe auf dem Spiel, so Altunok, sondern die Menschlichkeit. „Wir dürfen beim Völkermord auf Raten nicht länger zuschauen!“

Initiator Romeo Frey überbrückte die Pausen zwischen den Wortbeiträgen mit politischen Liedern und Gedichten zum Nachdenken. Die Ordnungskräfte hielten sich während der angemeldeten Kundgebung ganz dezent im Hintergrund.