Mobile Möbel aus Wellpappe sind der Hit

Das 2013 von zwei Studenten der Uni Witten/Herdecke gegründete Startup-Unternehmen „Room in a box“ ist für den Berliner „Crowdfunding“-Preis nominiert worden. Mit mobilen Möbeln aus Wellpappe, die sich auf- und zuschieben lassen wie eine Ziehharmonika, haben Gerald Dissen und Lionel Palm ein neues Konzept auf den Weg gebracht, das auch in puncto Nachhaltigkeit seinesgleichen sucht.

„Unsere Möbel passen ins Budget jedes Studierenden“, sagt Gerald Dissen. „Zudem bestehen sie zu 85 Prozent aus recycelten Rohstoffen und fließen somit zu 100 Prozent zurück in den Wertstoffkreislauf. Der CO2-Fußabdruck ist bis zu 75 Prozent geringer als bei vergleichbaren Produkten. Produziert wird ausschließlich aus heimischen Rohstoffen und in Deutschland.“

Dieses Konzept hat auch die Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung derart überzeugt, dass sie „Room in a box“ nun für den Preis nominiert hat. „Crowdfunding“ bedeutet, dass sich eine Vielzahl von Kapitalgebern etwa an Projekten beteiligen.

Die ersten drei Gewinner werden jeweils mit 5000, 3000 und 2000 Euro gefördert. Zudem erhalten sie die Möglichkeit, an Fachkonferenzen und Auslandspräsentationen teilzunehmen. Aus zwölf Projekten wird nun die Öffentlichkeit in einem Online-Voting bis zum 25. Juni ihre Favoriten bestimmen.

„Es wäre toll, wenn uns möglichst viele Leute mit ihrer Stimme unterstützen würden“, sagt Palm. Bislang sind Dissen und Palm für ihr Startup-Unternehmen bereits als „Kultur- und Kreativpiloten 2014“ im Rahmen der Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung ausgezeichnet worden.

Mit ihren Designs orientieren sich die mittlerweile drei Jungunternehmer konsequent an den Bedürfnissen der „Generation Y“ zwischen Karriere und Kreativität, Alltag und Abenteuer -- und das nicht nur beim Preis. Verschickt werden die Einrichtungsgegenstände komplett zusammengebaut per Post.