Mieterverein rät zu Veto gegen Street View
11.08.2010 | 18:05 Uhr 2010-08-11T18:05:00+0200
Witten. Widerspruch oder kein Widerspruch? Für viele Wittener, die ihr Haus oder Grundstück nicht bald im Internet-Dienst „street view“ des Suchmaschinen-Giganten Google wiederfinden wollen, ist das derzeit eine zentrale Frage.
Zwar gilt die Vier-Wochen-Frist, die Google für einen Widerspruch setzt, zunächst allein für die 20 größten deutschen Städte, die der Internet-Riese im November unter die Linse nehmen will. Doch Witten könnte schneller ins Visier von Google geraten als gedacht. Bereits wenn die Widersprüche nach dem ersten Durchgang von „street view“ bearbeitet wurden, könnte es losgehen, bestätigte Gerlinde Waschke von der federführenden Datenschutzstelle in Hamburg.
Der Mieterverein Witten rät Bürgern deshalb, schon jetzt sein Veto einzulegen. „Was Google da vor hat, ist ein Ding“, sagt Sprecher Knut Unger. „Ich rate ganz klar zum Widerspruch. Die Daten können zu leicht von Kriminellen missbraucht werden.“ Interessant seien Bilder bei street view etwa für Einbrecher.
Bei rechtlichen Fragen zum Widerspruch könnten sich Mitglieder an den Mieterverein wenden, so Unger. Auch der Verein Haus & Grund Witten rät zum Veto. „Ich halte das Verhalten von Google für rechtswidrig“, sagt Vorsitzender Peter Ludwig. Bei den Formalitäten sei der Verein Hausbesitzern behilflich.
Die Stadt bietet dagegen keine direkte Hilfe an, etwa durch Internetformulare für einen Widerspruch. „Die Verantwortung liegt bei jedem Bürger“, so Stadtsprecher Jochen Kompernaß. „Es besteht keine unbedingte Notwendigkeit, solche Leistungen zu erbringen.“ Alle Informationen und Formulare seien leicht zugänglich im Internet zu finden.
Falls doch Probleme auftauchen sollten, würde aber ein Service eingerichtet. Dass die Stadt selbst auch Widerspruch gegen die Aufnahme von Gebäuden stellen wird, sei ihm nicht bekannt, so Kompernaß. Einen Musterbrief bietet etwa die Verbraucherzentrale an, www.vz-nrw.de.
11:03
Hallo, was ist das denn? Welche Daten hat Google denn? Fotos von Fenstern oder Türen? Dann verbieten wir mal schnell Google Earth oder Google Map, da gibt es auch einiges zu sehen.
Ich sehe das so, hier sind wieder die dagegen, die eigentlich immer gegen alles schreiben! Ein großer Faktor ist sicher Neid, da man ja selber nicht auf die Idee gekommen ist und nun eventuell Kohle absahnen kann. Vermutlich würden die Gegner gegen eine kleine Gebühr sicher zustimmen.
Übrigens, wenn Ihr den nächsten Urlaub plant, solltet Ihr mal auf die Nutzung dieser oben genannten Hilfsmittel verzichten. Dann weiß man nicht wo man hinfährt, wie es dort aussieht und wie die Umgebung ist.
08:17
# Matthias
Sind sie wirklich so naiv, daß sie glauben, daß der Staat nur unser Bestes will?
Datensammelwut des Staates = gut
Datensammeln bei Google = abgrundtief schlecht
Die Welt ist ziemlich simpel, ne?
20:40
@Herr_Matthias: es heißt GOOGLE..und nicht Googel...
19:01
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17:52
http://video.google.com/videoplay?docid=-5100577460570902823#
der gläserne Mensch ist im Vormarsch
17:48
@
#11 von ArchieLeach
Sind sie auch gegen die Volkszählung?
Sind sie dagegen, daß von Mautbrücken Nummernschilder aufgezeichnet werden?
Sind sie dagegen, daß ihre Kontodaten in die USA verschoben werden?
Sind sie dagegen, daß ihr Reisepaß maschinenlesbar ist?
Sind sie gegen die Gesundheitskarte?
Sind sie gegen Überwachungskameras?
Sind sie gegen den Nacktscanner an Flughäfen usw?
Sind sie gegen die Vorratsdatenspeicherung?
lesen Sie sich bitte nochmal Ihre eigene Aufzählung durch...
fällt was auf?
richtig! alles Tätigkeiten die der Bund, das Land oder die Kommunen durchführen.
Der Staat kann somit für Recht und Ordnung sorgen kann.
Der Staat möchte schließlich nur das gute für seine Bürger! Im Übrigen sind wir alle Staat- die wenigsten wissen das scheinbar noch und leben danach. Ob dann alle gut gemeintenTätigkeiten wirklich so gut sind, steht auf einem anderen Blatt...
Street View, also Googel möchte als aller erstes möglichst günstig an möglichst viele Daten über uns alle bekommen und diese wie in einem großen Puzzle zusammensetzten. Die ersten Verknüpfungen dieser Art kann man schon bei Googel in den Fotoprogrammen beobachten. Dort werden von veröffentlichen Bildern Verknüpfungen zu den Ort erstellt und Gesichter abgeglichen und ebenfalls bei Gleichheit miteinander verknüpft. Sicher hat der Nutzer der Onlinefotoprogramme dem zugestimmt...
Jetzt geht Googel einen Schritt weiter. Er macht Fotos von allen Straßen. Eigentlich ist daran wir hier schon oft gesagt wurde nichts weiter dran verwerflich...wenn bei den oberflächlichen Bildern bliebe...
Googel geht es um mehr. Die Bilder der Hauser und Autos sind im Grunde nur Nebensache. Es geht Googel um die Informationen hinter den Bildern. Sozusagen um die Informationen in den abgebildeten Häusern und deren Personen. Wer wohnt dort? Wie sieht er aus? Was macht er? Was verdient er? Wie lebt er? Ist er gesund?
Alles Informationen die der Staat von uns auch haben möchte! aber mit einem großen Unterschied. Der Staat möchte mit diesen Daten kein Geld verdienen sonder uns helfen. Googel möchte die Daten erst sammeln und später weiter verkaufen. Vom Grundsatz eines ehrbaren Kaufmanns auch nicht so schlimm. Doch wer bekommt dann die Daten? Mein Arbeitgeber? Meine Krankenkasse? Der Anwalt der Gegenpartei? Eine Kaufhauskette?
Ich möchte selber bestimmen wer meine Daten bekommt und welche. Dank Googel wird dies bald sehr sehr schwierig sein
16:20
Was soll eigentlich die ganze Diskussion? Rechtlich ist die Sache klar. Im öffentlichen Raum darf jeder soviel fotografieren wie er will. Auch darf er die Bilder veröffentlichen. Sind Personen darauf als schmückendes Beiwerk zu sehen, ist das auch kein Hinderungsgrund. Nur direkte Portraits sind nicht erlaubt oder dürfen nur mit dem Einverständnis der betreffenden Person gemacht bzw. veröffentlicht werden. Das gilt für jeden, auch für juristische Personen wie die Firma Google.
Eine Änderung der bestehenden Gesetze würde alle treffen und käme einem völligen Fotografierverbot gleich.
Mann kann nicht einer Firma alleine etwas verbieten, was alle anderen dürfen. Scheinbar geht es hier nur um den Machthunger von einigen wenigen Personen. Mir ist es schon öfter passiert, daß ich angemeckert wurde, nur weil ich ein seltenes Auto fotografiert habe. Bei Gebäuden ist es nicht anders.
Wirkliche Argumente gegen Google Earth habe ich bis jetzt in der ganzen Diskussion nicht wahrgenommen.
Einbrecher sind bestimmt nicht auf Google Earth angewiesen, denn dafür sind die Bilder viel zu schlecht. Außerdem müßte man unter dem Gesichtspunkt auch Autos verbieten, weil die Einbrecher ja damit zum Tatort kommen. Oder überhaupt die Benutzung von Straßen und Wegen...
Google Earth verdient damit Geld. Für mich ist das kein Problem, denn auch ich verdiene Geld, sogar sämtliche Freunde und Bekannte von mir verdienen Geld. Nur nicht so viel wie ein Unternehmen. Mir ist auch noch kein Mensch begegnet, der kein Geld verdienen will. Was sollen wir auch sonst verdienen? Das Bezahlen mit Naturalien wie Hühnern, Ziegen oder Kühen ist etwas unpraktisch.
Auf der anderen Seite sind wir doch froh, alles im Internet so einfach veröffentlichen zu können. Da sind auch Fotos mit gemeint, selbst wenn sie dem einen oder anderem nicht passen. Oder kommen manche einfach damit nicht zurecht, das Google Earth etwas professionell und schnell macht, was sie im kleinen nicht auf die Reihe kriegen. Ich fotografiere in Witten auch viele Häuser, schon aus Interesse an meiner Heimat. Natürlich nicht alle Häuser, dafür fehlt mir die Zeit, dafür aber in deutlich besserer Qualität. Vielleicht veröffentliche ich diese Bilder sogar mal im Internet oder auf einer Foto-CD. Genau wie Google Earth.
Und das sogar ohne kriminelle Hintergedanken.
13:39
Erst einmal brauchen die Befürworter von StreetView nicht unbedingt Argumente dafür, da in unserem Staat weder die Aktivitäten von Bürgern noch die von Unternehmen vorab von einer Behörde genehmigt werden müssen.
Stattdessen darf man in Deutschland einfach so alles machen was nicht verboten ist. Wenn Sie mich fragen, Herr_Matthias, eine tolle Sache!
Also halten wir fest, dass wir - zumindest in Deutschland - nicht darüber diskutieren müssen, warum es erlaubt sein sollte, sondern warum wir es verbieten sollen, oder auch nicht.
Daher würde mich interessieren, was die Kritiker jetzt genau verbieten wollen. Einfach zu sagen StreetView muss verboten werden ist ja albern - dann könnte Google das Projekt umbenennen und e wäre wieder legal. Also was verbiete ich? Fotos von öffentlichem Raum? Dann werden die nächsten Urlaubsfotos echt langweilig, wenn ich nur noch im Hotelzimmer knpsen darf.
Oder ist erst das hochladen ins Internet verboten? Schade, das war immer eine sehr einfache Möglichkeit die Fotos mit anderen zu teilen. Oder ist die kommerzielle Nutzung verboten? Das wäre auch das aus von Ansichtskarten. Meine Oma wäre beleidigt, wenn sich aus dem Urlaub keine mehr bekäme. Oder ist die Anzahl der Fotos auschlaggebend? Ab wie vielen Fotos in der Stadt tue ich dann was verbotenes?
Vielleicht können mir die Kritiker weiterhelfen...
13:07
# Heribert
Sind sie auch gegen die Volkszählung?
Sind sie dagegen, daß von Mautbrücken Nummernschilder aufgezeichnet werden?
Sind sie dagegen, daß ihre Kontodaten in die USA verschoben werden?
Sind sie dagegen, daß ihr Reisepaß maschinenlesbar ist?
Sind sie gegen die Gesundheitskarte?
Sind sie gegen Überwachungskameras?
Sind sie gegen den Nacktscanner an Flughäfen usw?
Sind sie gegen die Vorratsdatenspeicherung?
Finden sie OK und wollen dagegen nicht demonstrieren gehen?
Und jetzt machen sie wirklich eine Welle wegen Google Street View !
10:45
#6 Herr Matthias: Interessante Frage: Wem bringt es (außer google zig Millionen in die Portokasse) übehaupt was wenn private Gebäude und Grundstücke im Internet zu betrachten sind? Kann das mal jemand beantworten? Ich rede hier nicht von öffentlichen Gebäuden oder Sehenswürdigkeiten.