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Mieter bei Wohnungsbrand schwer verletzt

09.02.2016 | 21:01 Uhr
Mieter bei Wohnungsbrand schwer verletzt
Großeinsatz: Per Drehleiter rettete die Feuerwehr fünf Mieter. Zur Sicherheit wurde ein Sprungpolster aufgebaut.Foto: ANC-NEWS

Witten.   Feuer an Ardeystraße: Mann musste reanimiert werden, zwei Bewohner leicht verletzt. Fünf Personen über Drehleiter gerettet. Defekt wohl Ursache.

In Folge eines nächtlichen Wohnungsbrandes in der Ardeystraße 110 erlitt ein Mann Brandverletzungen und eine Rauchgasvergiftung. Der 32-Jährige musste reanimiert werden. Fünf Person wurden über eine Drehleiter gerettet – eine von ihnen war laut Feuerwehr so sehr in Panik, dass sie bereit war, sich aus dem dritten Stock zu stürzen.

Gegen kurz nach vier Uhr ging der Alarm bei der Hauptwache an der Dortmunder Straße ein, nur ein paar hundert Meter entfernt vom Einsatzort. 30 Kräfte, darunter auch die Löscheinheiten Altstadt und Annen, rückten aus. Dass es in einer Erdgeschosswohnung brannte, hatten die Feuerwehrleute auf ihrer Anfahrt noch nicht feststellen können.

Sprungpolster für Mieter aufgestellt

Kurz nach dem Eintreffen der Einsatzkräfte spielten sich dramatische Szenen vor ihren Augen ab. „Die Kollegen konnten eine Person sehen, die am Fenster im dritten Obergeschoss stand, also in etwa zwölf Metern Höhe, eine andere, die sich auf einem Balkon befand“, erklärt Vize-Feuerwehrchef Mario Rosenkranz, der als Lagedienstführer in der Wache die „Stellung“ hielt. Vorsorglich habe man ein Sprungpolster aufgestellt, da die Gefahr bestanden habe, dass die am Fenster befindliche Person aus Panik aus ihrer Wohnung springen würde.

INFO
Mieter kommen zunächst bei Freunden und Familie unter

Mit Hilfe eines Speziallüfters konnte der Rauch aus dem Treppenhaus ins Freie geblasen werden. Die Kreuzung Ardey-/Dortmunder Straße war bis Einsatzende gesperrt.

Zehn Mitglieder der Löscheinheit Bommern besetzten die Hauptwache. Der Rettungsdienst war mit 17 Kräften und unter anderem vier Rettungswagen im Einsatz.

Nach dem Brand ist das Haus zunächst nicht bewohnbar, die Stadtwerke drehten das Gas vorsorglich ab. Die Mieter sind bei Freunden und Verwandten untergekommen.

Beide Personen sowie drei weitere Bewohner aus dem ersten Geschoss auf der Rückseite mussten laut Feuerwehr über eine Drehleiter in Sicherheit gebracht werden. Die Mieter hätten sich in einer „akuten Notlage“ befunden, so Rosenkranz. „Der Rauch war im gesamten Haus verteilt und drückte sich in einige Wohnungen.“ Gegen 4.18 Uhr seien alle Personen gerettet gewesen. Nach Angaben der Polizei wurden fünf Personen durchs Treppenhaus ins Freie geführt. Die geschockten Opfer wurden von speziell ausgebildeten Feuerwehrleuten in einem Mannschaftswagen betreut.

Verletztem soll es schon besser gehen

Zwei Personen (18/26) erlitten eine leichte Rauchgasvergiftung und konnten laut Polizei bereits wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden. Ein 32-Jähriger, der in der brennenden Wohnung aufgefunden wurde, habe sich aufgrund von Verbrennungen und des Einatmens von Rauch (Inhalationstrauma) in einem bedrohlichen Zustand befunden, erklärt Brandrat Mario Rosenkranz. Zwischenzeitlich stellten die Rettungskräfte den Herzstillstand des Mannes fest. „Er wurde reanimiert und konnte zurück ins Leben geholt werden.“ Wie die Polizei mitteilte, soll er sich in einem Wittener Krankenhaus befinden. Ihm soll es bereits etwas besser gehen, er schwebe nicht in Lebensgefahr.

Ein zwei Mann starker sogenannter „Angriffstrupp“ konnte den Wohnungsbrand relativ schnell (bis etwa kurz vor fünf Uhr) unter Kontrolle bringen. Gegen sechs Uhr war der Einsatz beendet. Das Bochumer Brandkommissariat KK 11 hat mittlerweile die Ermittlungen aufgenommen. Polizeisprecher Volker Schütte: „Wir gehen nach einer ersten intensiven Begutachtung der Brandstelle davon aus, dass es sich um einen technischen Defekt handelte.“

Dennis Sohner

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2016-02-09 21:01
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