Männerchor Lyra überzeugte im Saalbau

Foto: Frank Oppitz
Was wir bereits wissen
700 Zuschauer sahen und hörten ein stimmungsvolles und abwechslungsreiches Programm. Was der Komponist Otto Groll mit dem Abend zutun hatte

Witten..  Zum traditionellen Frühlingskonzert lud jetzt der Männerchor „Lyra“ in den Saalbau – und wie immer ließ sich das Publikum nicht lange bitten. Weit über 700 Plätze waren besetzt mit erwartungsvollen Besuchern.

Der erste Teil des Programms stand unter dem Motto „Wie es Euch gefällt“. Und was gefällt dem romantisch veranlagten Sänger? „Liebe, Wein und Natur“, weiß Chorleiter Stefan Lex, der gewohnt charmant durch das Konzert führte.

Stehende Ovationen für Trompeter David Fiedler

Von Schumann über Strauss bis hin zu Verdi und Grieg reichte das bunte Repertoire des Chores. Und Stefan Lex hatte illustre Gäste zur Unterstützung der rund 60 Sänger und der Pianistin Sigrid Althoff eingeladen: Die Sopranistin Christiane Linke begeisterte das Publikum etwa mit dem „Ständchen“ von Richard Strauss und einer wunderschönen Arie aus der lyrischen Oper „La Wally“ von Alfredo Catalani. Bassbariton Oliver Weidinger interpretierte neben anderen Darbietungen die Arie aus Verdis „La Traviata“ und erntete damit großen Beifall.

Der eigentliche Star aber war der dreizehnjährige Trompeter David Fiedler, Sieger des diesjährigen Landeswettbewerbes „Jugend musiziert“. Höhepunkt seiner virtuosen Darbietung: der „Karneval in Venedig“, für den der junge Künstler sogar stehende Ovationen bekam.

Jubilar hörte im Publikum zu

Der zweite Teil des Konzertes galt dem Chorleiter, Komponisten und Musikpädagogen Otto Groll: Er wird in diesem Jahr 80 Jahre alt. Die Lyra huldigte auf diese Weise dem Ehrengast im Publikum und dessen Kompositionen, die das Repertoire des Chores seit vielen Jahren bereichern. „Meine Motivation war es immer, mehr Schwung in bekannte Stücke zu bringen“, erklärte der energiegeladene Jubilar.

Dementsprechend bekam der Chor im zweiten Teil Unterstützung von einer dreiköpfigen Rhythmus-Band. Es überzeugte die wirklich schöne Interpretation von „Deep River“ mit Oliver Weidinger. Und das abschließende Medley „Melodien zum Verlieben“ begeisterte die Zuhörer so sehr, dass es noch mal als Zugabe gesungen wurde.