Leidemann fordert von Wittens Abgeordneten mehr Geld für Ü 3

Mehr als 1000 Unterschriften gegen die geplante Schließung der Kita „Augustinchen“ wurden der Bürgermeisterin im Juni übergeben. Jetzt schrieb Leidemann einen „Brandbrief“ an die heimischen Bundestagsabgeordneten.
Mehr als 1000 Unterschriften gegen die geplante Schließung der Kita „Augustinchen“ wurden der Bürgermeisterin im Juni übergeben. Jetzt schrieb Leidemann einen „Brandbrief“ an die heimischen Bundestagsabgeordneten.
Foto: Fischer
Was wir bereits wissen
Die Bürgermeisterin fordert mehr finanzielle Hilfe des Bundes beim Ü-3-Ausbau. Hintergrund ist die drohende Schließung der Kita „Augustinchen“.

Witten..  Wegen der absehbaren Schließung der evangelischen Kita „Augustinchen“ hat die Bürgermeisterin die beiden heimischen Bundestagsabgeordneten gebeten, sich bei der Bundesregierung für eine bessere finanzielle Unterstützung vonTrägern und Kommunen einzusetzen.

Wegen eines Sanierungsstaus und fehlender Finanzierungsmöglichkeiten will die Kirche die Kita in der Augustastraße (Mitte) Zug um Zug schließen. Sie nimmt keine neuen Kinder mehr auf. Eltern, Mitarbeiterinnen und Bürger haben mit Unterschriften gegen die Schließung protestiert.

„Wertvolle Arbeit kann nicht fortgesetzt werden“

„Alle Beteiligten bedauern, dass die pädagogisch wertvolle Bildungs- und Betreuungsarbeit vor Ort nicht dauerhaft fortgesetzt werden kann und die Interessen der Eltern, aber vor allem der Kinder, hinter unzureichenden Finanzierungsmöglichkeiten zurückstehen müssen“, schreibt Sonja Leidemann an die beiden Abgeordneten.

Ursache sei die strukturelle Unterfinanzierung der Kindertagesbetreuung. Die Landesförderung reiche nicht aus, so die Bürgermeisterin, um neben der Organisation des laufenden Betriebs die erforderlichen Rücklagen für eine nachhaltige Instandhaltung zu organisieren. Selbst helfen könne die Stadt als Nothaushaltkommune nicht.

„Träger und Kommunen unzureichend entlastet“

Leidemann: „Die Förderprogramme des Bundes unterstützen die Einrichtung neuer U3-Plätze, bieten aber keine Möglichkeiten für einen Ü3-Ausbau. Und sie entlasten nicht die Träger und Kommunen im erforderlichen Maß, da erhebliche Eigenanteile aufgebracht werden müssen.“