Leicht motorisiert zur Burgruine

Von der Radstation im Hauptbahnhof geht’s schnell zur Burgruine Hardenstein.
Von der Radstation im Hauptbahnhof geht’s schnell zur Burgruine Hardenstein.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Im Selbstversuch haben wir ein Pedelec auf der Strecke von der Bergerstraße zur Burgruine Hardenstein getestet. Das Ergebnis: Es geht flotter voran.

Witten..  Schönes Wetter, rauf auf’s Rad. Welche Vorteile hat ein motorisierter Drahtesel? Wir haben einen Selbstversuch mit einem Pedelec unternommen.

Leicht trubelig ist es in den Morgenstunden in der Radstation am Wittener Hauptbahnhof. „Zurzeit ist Hauptsaison und wir haben viele Stellplatzmieter“, erklärt Frank Lojda, Leiter der Radstation. Dort können Bahnpendler ihre Drahtesel unterstellen. Und abends auf dem Rückweg von der Arbeit wieder abholen. Auf Wunsch wird das Rad hier auch auf Vordermann gebracht, um Service-Arbeiten kümmern sich mehrere fleißige und geschickte Hände in der Werkstatt.

Aber Fahrräder können auch ausgeliehen werden. Auf dieses Angebot kommen auch heute mehrere Wittener mit gepacktem Rucksack zurück. Eine Dame muss ihre Tasche nachschnüren, eine Kekstüte schaut verdächtig weit heraus und würde sich bei einer sportlich gefahrenen Runde vermutlich verabschieden.

Zum Verleih stehen 20 normale Fahrräder und 20 sogenannte E-Bikes, genauer gesagt handelt es sich bei den Modellen um Pedelecs. Das Besondere an den Rädern: Sie können normal mit einer Gangschaltung gefahren werden, als Fahrer wird man aber beim Treten durch einen Elektromotor unterstützt.

Der Unterstützungsgrad des Mittelmotors kann an den Verleihrädern in drei Stufen eingestellt werden, problemlos soll das funktionieren, wie mir Lojda erklärt. Auch sonst könne man mit dem Pedelec wie auf einem normalen Fahrrad fahren. Gewöhnen müsse man sich nur an die kleinen Schübe, die der Motor zuliefert. „Nach wenigen Tritten kann man mit Zuschaltung der höchsten Stufe doch schnell eine ordentliche Geschwindigkeit erreichen“, weiß der Experte. So schlecht klingt das ja nicht, direkt vor dem Bahnhof starte ich also den Test.

Von der Bergerstraße fahre ich über die Herbeder Straße, den Ruhrdeich und die Nachtigallbrücke, dann vorbei an der Zeche Nachtigall und entlang der Ruhr. Hier teste ich die Motorzuschaltung erstmals und stelle fest: gerade an kleineren Anhöhen macht der zusätzliche Antrieb tatsächlich etwas aus.

Das Fahren geht leichter, bevor man merkt, dass ein Hügel kommt, ist man bereits oben. Bis zur Burgruine Hardenstein ist es eine zügige und angenehme Fahrt. Und hier lohnt sich auch eine kleine Pause, um das Gemäuer anzuschauen.

Fazit: Die Entfernung von der Bergerstraße bis zur Burgruine kann man mit genügend Kondition auch ohne die motorisierte Hilfe schaffen. Aber für weitere Fahrten, gerade mit mehreren Anstiegen, bleibt man als Fahrer eines Pedelecs umso frischer.