Lehrer-Versetzungen lösen Unruhe aus
02.02.2012 | 18:31 Uhr 2012-02-02T18:31:00+0100
Witten.Große Unruhe hat die Versetzung von gleich vier Lehrern zum 1. Februar an andere Schulen am Ruhr-Gymnasium ausgelöst.
Nach Informationen unserer Zeitung hatten sich die Pädagogen - darunter drei Lehrerinnen - selbst um den Wechsel bemüht, dem Schulleitung und Bezirksregierung stattgaben. Über die Motive schweigen sich Schule, Bezirksregierung und die Betroffenen selbst bisher aus. Es soll teilweise Probleme mit der Schulleitung gegeben haben, speziell mit deren Führungsstil. Direktorin Kerstin Schikorr, die 2008 gegen den Willen der Schulkonferenz von Gevelsberg an das Wittener Gymnasium kam, will sich heute Mittag in einer Pressekonferenz äußern.
In einem Brief an die Eltern schrieb sie: „Dass Lehrerinnen und Lehrer über einen selbst gestellten Versetzungsantrag ihren beruflichen Weg an einer anderen Schule fortsetzen, kommt im Schulleben häufig und regelmäßig vor. Eher selten ist es, dass mehrere Kolleginnen und Kollegen gleichzeitig versetzt werden. Jede/jeder Einzelne von ihnen hat ihre/seine Gründe für den Wunsch des Schulwechsels, und auch nur jede/jeder Einzelne vermag sie aufrichtig zu benennen.“ Zeitweise sei die Gerüchteküche übergekocht, schreibt Schikorr und es sei sogar die Rede davon gewesen, dass acht Lehrer das Gymnasium verließen.
Die jetzt versetzten vier Lehrer - mindestens einer war erst wenige Jahre an der Schule - waren größtenteils beliebt, wie man hört. Zwei achte Klassen verloren mit ihnen ihre Klassenlehrer. Von sehr emotionalen Reaktionen spricht Schulpflegschaftsvorsitzende Ulrike Grote. Kinder sollen daraufhin Proteste geplant haben - nach dem Motto: „Das sind so tolle Lehrer, da müssen wir was machen.“ Ein älterer Schüler sagt, dass sogar eine der beteiligten Lehrerinnen gegen die Schulleitung habe demonstrieren wollen und dafür „Schüler ins Boot holen wollte“. Die Demo sei dann aber verhindert worden.
Die Lehrer, die sich versetzen lassen, geben unter anderem Englisch, Französisch, Italienisch, Geschichte und Musik. Da zum 1. Februar fünf neue Kolleginnen am Ruhr-Gymnasium angefangen hätten, sei zumindest der Unterricht gewährleistet, der sonst in den betroffenen Klassen ausgefallen wäre, erklärt Schulpflegschaftsvorsitzende Ulrike Grote. Sie wünscht sich, dass „im Interesse der Kinder“ wieder Ruhe an der Schule einkehrt, nachdem die Situation „emotional hoch aufgeladen“ gewesen sei. Gleichzeitig fordert Grote aber auch Aufklärung. Alle wichtigen Fakten müssten auf den Tisch kommen.
Die Bezirksregierung will in dieser „nicht ganz alltäglichen Situation“ (Sprecher Christoph Söbbeler) „begleitende Gespräche“ führen - mit Eltern, Schülervertretern und natürlich auch der Schulleitung. Die Bezirksregierung möchte einen Supervisor einschalten, eine Art Moderator, der bei Geprächen von Schulleitung und Kollegium dabei ist Rund 60 Lehrer unterrichten an der Traditionsschule in der Innenstadt.
Zumindest in einem Fall soll es ganz persönliche Gründe für die Versetzung gegeben haben. Eine Lehrerin wollte nach vielen Jahren mit Rücksicht auf ihre Familie näher an ihren Wohnort wechseln. Am Donnerstagabend wurde eine Schulkonferenz einberufen, in der Eltern-, Schülervertreter und Schulleitung das Thema erörterten. Manche wurden von der Vierfach-Versetzung kalt erwischt. So hat selbst die Schulpflegschaftsvorsitzende erst in der letzten Woche davon erfahren,.
15:52
Wer durch die Schulkonferenz mit großer Mehrheit als Schulleiter nicht gewählt wurde und sich dann einklagt auf den Posten, der hat doch schon zu Beginn gezeigt, wie sein Führungsstil ist. Undemokratisch!
Bevor der sehr gute Ruf des RGW schaden nimmt muss Frau Schikorr gehen! Was macht eigentlich die Wittener Politik? Hat man Beishemmungen gegen Frau Schikorr, weil sie SPD-Mitglied ist?
14:57
Das war doch abzusehen, dass es früher oder später dazu kommen wird. Mit diesem Start hat sowohl die Schulleiterin als auch die Schule keine leichte Aufgabe begonnen. Doch macht es den Anschein, dass Frau Schikorr sich nicht bewusst ist, was es heißt an einer Schule zu arbeiten - und das trotz der langjährigen Erfahrung. Es macht den Anschein, dass sie vollkommen autoritär und mit eigener Willenskraft die Schule nach ihren eigenen Vorstellungen um- und aufbauen will. Dabei vergisst sie wohl, dass es in der Schule um Zusammenarbeit mit anderen Menschen geht.
Sie muss wohl ihr Projekt aufgeben, denn es werden nicht die letzten Lehrer sein, die unzufrieden sind mit ihrer derzeitigen Schule (bzw. hier: derzeitigen Schulleitung). Und unzufriedene Lehrer = unzufriedene Schüler!
Nur den Schülern zu liebe sollte sie sich überlegen in wie fern es Sinn macht, weiter am Ruhr-Gymnasium zu arbeiten. Vielleicht sollte sie doch lieber eine Etage höher klettern, wo man weniger mit Persönlichkeiten zusammenarbeiten muss.
Viel Glück wünsche ich dem ältesten Wittener Gymnasium!
13:14
Frau Schikorr, bitte gehen Sie!
Durch die Schulleitung wird alles zerstört, was man sich über Jahrzehnte hinweg aufgebaut hat. Bald wird es wohl endlich ein Ende haben, wenn die Frau weiterzieht um Karriere zu machen, bislang hat sie es nie lange an einem Ort ausgehalten.
Jedoch wird sie dann einen Scherbenhaufen hinterlassen. Es wird Jahre dauern, um z.B. diese aktuellen personellen Fehlentwicklungen zu korrigieren, denn Lehrer, die so sind wie jene, die dem RGW nun den Rücken zukehren, findet man nicht auf der Straße!