Das aktuelle Wetter Witten 8°C
Taxiplätze wirken...

Leer oder nicht leer?

12.04.2010 | 20:38 Uhr
Leer oder nicht leer?

Witten.„An der Heilen- oder der Wiesenstraße gibt es Taxiplätze, an denen ich fast nie ein Taxi stehen sehe“, wundert sich Dieter Dittmar. Und er fragt sich: „Wäre es da nicht besser, diese heiß begehrten Innenstadtplätze für die Öffentlichkeit freizugeben?“

Dieter Dittmar wohnt in Bommern und weiß, wie schwierig es ist, zum Einkaufen in der City einen zentralen Parkplatz zu ergattern. Dass die zentralen Taxi-Stellplätze, die es u. a. auch in der Beethoven- oder der Theodor-Heuss-Straße gibt, von diesen Fahrern kaum genutzt würden, findet Taxifahrer Kurt Pähler „totalen Quatsch“.

Er sei Wittens dienstältester Taxifahrer, bereits seit 1969 in diesem Geschäft tätig und habe ganz andere Erfahrungen gemacht, erzählt Pähler: „Wenn wir diese für uns reservierten Plätze anfahren, stehen dort oft verbotenerweise Privatparker.“

Gerade für ältere Leute sei es wichtig, dass die Taxistände über die Innenstadt verteilt seien, findet Pähler. „Denn gerade wenn sie vom Einkauf bepackt sind, ist es für sie schwierig, extra zu den größeren Ständen am Hauptbahnhof oder am Kornmarkt zu kommen“, so Pähler. Außerdem fragt er sich: „Etwa 60 Taxi-Konzessionen gibt es für Witten. Wo sollen den all die Wagen stehen, wenn nicht über die Innenstadt verteilt?“ Und wenn der Kornmarkt bebaut würde und damit weiter Taxi-Stellplätze wegfielen, sei das „Idiotie“, schimpft Pähler.

Ausgewiesen seien am Kornmarkt derzeit fünf Taxi-Stellplätze, weitere fünf bis sieben Taxen ständen meist einige Meter weiter an der Johannisstraße, erläutert Andreas Müller, Verkehrsplaner des Planungsamtes.

Dass die Innenstadt-Taxiplätze von den Fahrern nicht angesteuert würden, hält er für unwahrscheinlich. „So ein Eindruck entsteht wohl dadurch, dass sie manchmal nur für zwei, drei Minuten dort stehen. Etwa um Leute aus einer Arztpraxis abzuholen oder für einen Kunden etwas aus einer Apotheke zu besorgen.“ Gerade ältere Menschen seien auf diesen Service angewiesen, unterstreicht Andreas Müller. Und er gibt zu bedenken: „Die Taxifahrer und ihre Kunden gehören genauso wie jeder andere Autofahrer zur Öffentlichkeit.“

Michael Vaupel

Facebook
 
Kommentare
14.04.2010
21:15
Leer oder nicht leer?
von bilar | #3

# einwittenerBürger:
Du hast nichts verstanden. Ich würde dich gerne einladen, um zu sehen wieviele Taxen tagsüber auf diesen Plätzen stehen. Ein Wittener Bürger bzw. Wittener kennen sich aus.!!!!

13.04.2010
11:31
Leer oder nicht leer?
von einwittenerBürger | #2

Sowohl der Zeitungsbericht als auch der erste Kommentar sind überflüssig wie nichts....
Ersten gibt es genug Parkplätze in der City...mehrere Parkhäuser in der City (und ich habe noch nie in über 30 Jahren auch nur einmal erlebt das diese voll belegt waren/Bauzeiten mal nicht mit berechnet) und zum Anderen natürlich brauchen Taxi Betriebe citynahe Parkflächen wie in jeder Stadt !!! Sonst regen sich die nächsten nämlich wieder über die 2. Reihe Parker o.ä. auf.....aber wie so oft hier hauptsache im Lokalteil steht irgendetwas wie die Seiten voll werden ist egal .....man man WAZ / Rundschau so lockt ihr keine Leser mehr !!!

12.04.2010
21:50
Leer oder nicht leer?
von bilar | #1

Es ist schon erstaunlich mit welchen fragwürdigen Argumenten der Hr.Pähler sich äußert. Fakt ist das diese Taxi-Parkplätze so gut wie nie genutzt werden. Fakt ist das ältere Personen die beim Arzt waren und ein Taxi für die Heimfahrt benötigen, dieses direkt an der Praxis bestellt bekommen. Und wenn der Hr. Pähler meint den drohenden Verlust der Stellplätze am Kornmarkt vor zu schieben, frage ich mich, was war bzw. ist all die Jahre??...Und wenn er meint das Taxifahrer wie jeder andere Autofahrer behandelt werden soll....dann muß er auch Parkgebühren entrichten.

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/3472430/create

Aktuelle Fotos und Videos
Schäden am Rathaus
Bildgalerie
Bauschäden
Die 5. Nacht der Offenen Kirchen
Bildgalerie
Kirchennacht
Deutschland vor...
Bildgalerie
Fan-Artikel
Aus dem Ressort
Warten auf eine neue Niere
Tag der Organspende
Den 28. Mai 1998 hat Eva Michalik (51) wie ihren Geburtstag gefeiert. Damals bekam sie zum zweiten Mal eine neue Niere - was für sie fast elf Jahre lang ein Leben in Freiheit bedeutete, unabhängig von der Dialysemaschine. Inzwischen hängt die frühere Zahnarzthelferin wieder dreimal die Woche an den
Leise bröckelt der Putz
Rathaus
Der vom Rande des Rathausdaches abgeplatzte Beton liegt noch auf dem Gehweg, der Bereich wurde großräumig abgesperrt. „Am Freitagnachmittag wurde per Gerüst ein Fußgängertunnel errichtet, damit die Leute wieder sicher hier hergehen können“, erklärt der städtische Bauleiter Udo Klapp (48).