Kulturforum schreibt eine schwarze Zahl

Der Saalbau konnte seine Umsatzerlöse im vergangenen Jahr steigern. Deutlich mehr Besucher kamen zu den Veranstaltungen. Hier eine Szene aus dem Tanzprogramm „Kinder tanzen für Kinder“ von November.
Der Saalbau konnte seine Umsatzerlöse im vergangenen Jahr steigern. Deutlich mehr Besucher kamen zu den Veranstaltungen. Hier eine Szene aus dem Tanzprogramm „Kinder tanzen für Kinder“ von November.
Foto: Fischer
Was wir bereits wissen
Wirtschaftsprüfer präsentieren den Jahresabschluss 2014 im Verwaltungsrat: Das Ergebnis ist deutlich besser als geplant.

Witten..  Das Kulturforum hat im Vorjahr trotz sinkender Zuschüsse eine schwarze Zahl geschrieben. Statt der geplanten 6,2 Millionen wurden 2014 „nur“ 5,8 benötigt. Bei der letzten Sitzung des Verwaltungsrates präsentierten Wirtschaftsprüfer jetzt den besten Jahresabschluss seit Beginn der Amtszeit von Kulturforumsvorstand Dirk Steimann vor sechs Jahren.

Die Stadt hatte die 5,8 Millionen Euro im letzten Jahr für die öffentlichen Kulturbetriebe zur Verfügung gestellt, Mittel, die aufgrund des städtischen Sparauflagen noch bis 2016 weiter gekürzt werden sollen. 2014 aber reichten die Gelder mehr als aus, um die Ausgaben zu decken. Das Kulturforum erwirtschaftete erstmals sogar einen „Überschuss“ von 134 000 Euro.

„Angesichts der schwierigen wirtschaftlichen und personellen Rahmenbedingungen wäre das nicht ohne die großartige Arbeit der Kollegen in den Instituten möglich gewesen“, gab Steimann zu bedenken. Vor allem der kontinuierliche Personalabbau macht sich im Kulturforum bemerkbar: Im Jahr 2010 gab es 118 Mitarbeiter, Ende 2014 waren es mit 104 Mitarbeitern rund zwölf Prozent weniger. Einige Stellen blieben zudem monatelang unbesetzt. Auch bei den Honorarkräften wurde kräftig gespart.

„Das geht nicht spurlos an einer Einrichtung vorbei“, sagte Wirtschaftsprüfer Armin Kroniger von der Dortmunder Firma Bergmann, Kauffmann und Partner. Ausdrücklich lobte er die Umstrukturierungen, die die Wirtschaftlichkeit deutlich verbessert hätten – etwa die stärkere Zentralisierung der Verwaltungsaufgaben aus den sechs Instituten.

Ein Plus ist im letzten Jahr vor allem bei den Einnahmen des Saalbaus zu verzeichnen gewesen – dank gestiegener Entgelte und der um sieben Prozent höheren Besucherzahlen im Theater. Saalmieten stiegen, Parken wurde teurer. Auch Gebühren wurden angehoben, etwa für die Musischule. Insgesamt steigerte das Kulturforum seinen Umsatzerlös um 7,5 Prozent auf rund 1,46 Millionen Euro.

Die Politiker entlasteten den Vorstand und dankten den Mitarbeitern. Wirtschaftsprüfer Armin Kroniger gab zu bedenken, dass die städtischen Zuschüsse nach dem guten Einsparergebnis nicht zusätzlich weiter sinken sollten. Vor allem gelte es, die zu erwartenden Tarifsteigerungen im öffentlichen Dienst künftig einzukalkulieren.