Kreisverkehr nimmt langsam Form an

Die Baufortschritte am Kreisverkehr in Rüdinghausen sind gut zu sehen.
Die Baufortschritte am Kreisverkehr in Rüdinghausen sind gut zu sehen.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Bauarbeiten in Rüdinghausen liegen gut im Zeitplan. Bordsteine sind gesetzt. Trotz guter Organisation und Planung: Rewe klagt über Umsatzeinbußen

Witten..  So langsam geht es rund am Kreisverkehr in Rüdinghausen: Die Baufortschritte sind deutlich zu sehen. Der hohe runde Randstein ist gesetzt, die Form steht also. Wer nun glaubt, der Verkehr könnte schon bald wieder normal fließen, der täuscht sich: Erst Ende September wird die Baumaßnahme komplett abgeschlossen sein. Mit ein bisschen Glück klappt es aber vielleicht schon ein bisschen eher.

Aber immerhin – auch dem milden Winter sei Dank: Alles ist im Zeitplan. Nachdem nun bereits Bordsteine gemacht sind, soll in Kürze – womöglich nächste oder übernächste Woche – der Innenkreis mit Gussasphalt erstellt werden, teilt Lena Küçük von der Pressestelle der Stadt Witten mit. Der Kreisverkehr entstehe gerade gewissermaßen „Kuchenstück-weise“. Fünf Stücke sind seit Baubeginn im Oktober schon fertiggestellt, jetzt sei man im sechsten Bauabschnitt.

Äste werden angeschlossen

Wenn der Kreisverkehr fertig ist, dann kommen die Fahrbahnen an die Reihe: Die vier „Äste“ – also alle vier auf den Kreisverkehr zuführenden Straßen – müssen schließlich an die neue Kreuzung angeschlossen werden. Eine Baumaßnahme, vor der es Julia Rode ordentlich graust. „Wir haben durch die Arbeiten schon jetzt deutlich weniger Umsatz“, sagt die Inhaberin von Rewe Kesper. Viele, die auf dem Weg zur Arbeit rasch vorbei geschaut hätten, würden die Wartezeiten an der Baustelle scheuen und sich ihre Ware woanders besorgen. Wenn nun auch noch die Zufahrt gemacht wird, werde die Situation sicher noch schwieriger.

Andererseits ist die Einzelhändlerin durchaus froh, dass sich endlich etwas tut an der Kreuzung, schließlich sei das mit den vielen Schlaglöchern ja auch kein Zustand mehr gewesen. „Nein, wir sind gar nicht unzufrieden.“ Die Baufirma bemühe sich sehr, halte Kontakt, frage nach. „Das läuft echt super.“ Allerdings: Ein bisschen Unterstützung von der Stadt für die schwierige Bauzeit hätte man sich schon gewünscht. Aber Tobias Kesper ist realistisch: „Das ist wohl momentan nicht drin.“

Kanalbauarbeiten fehlen noch

Drin ist aber zumindest eine Bauabnahme im Spätsommer. Den Termin Ende September „schaffen wir, so wie es aussieht, bestens“, versichert Küçük. Vielleicht klappe es sogar etwas früher – „wenn der Klimawandel uns nicht Blitzeis im Juli beschert“.

Mit zur Gesamtbaumaßnahme gehörten aber auch noch die Kanalbauarbeiten am bereits fertig gestellten, vorderen Kreisverkehr an der Brauckstraße. „Es ist eben noch einiges zu tun.“ Die Stadt sei aber froh, dass es so reibungslos läuft.