Kommunalwahl verspricht Spannung
29.08.2009 | 16:01 Uhr 2009-08-29T16:01:00+0200
Am Sonntag (30.8.) geht's um die Wurst: Witten wählt Bürgermeister, Landrat, Gemeinderat und Kreistag neu.
CDU-Herausforderer Klaus Noske (54) hat den Pullover auf den Wahlplakaten schon abgelegt und sich locker das Jacket übergehängt. Der Polizeidirektor aus dem Kreis nimmt einen zweiten Anlauf, den Chefsessel im Rathaus zu erobern. Bei der Bürgermeistewahl vor fünf Jahren unterlag er in der Stichwahl Sonja Leidemann (49) mit 42,5 Prozent (13 376 Stimmen).
Seine Rivalin zog mit 57,5 Prozent (18 106) in die erste Etage ein. Damals gab es noch acht Bürgermeisterkandidaten, diesmal sind es nur noch vier. Willi Kloppenburg (71) bewirbt sich für die Linkspartei, Mathias Groß (64) für die neue Soziale Bürgerliste Witten (SBW).
Spannend wird das Rennen allemal, zumal FDP und WBG keine eigenen Bewerber haben. Davon könnte der CDU-Herausforderer profitieren. Umgekehrt weiß Sonja Leidemann die grüne Ratsfraktion auf ihrer Seite. Die Öko-Partei hat auf einen eigenen Kandidaten diesmal verzichtet. Offen ist die Frage, inwieweit Leidemann die Kandidatur der beiden anderen Bewerber aus dem linken Spektrum schadet.
Die Wahllokale sind von 8 bis 18 Uhr geöffnet. 80 000 Wittener können ihre Stimme abgeben, auch Jugendliche ab 16 und EU-Ausländer. 600 Wahlhelfer sind in 75 Wahllokalen im Einsatz. Neben dem Bürgermeister (erstmals für sechs Jahre) werden Gemeinderat, Landrat und Kreistag gewählt. Nur noch 50 Mandate sind in Witten zu vergeben, davon 25 direkt. Als die Stadt noch mehr als 100 000 Einwohner hatte, hätten es 58 Sitze sein dürfen.
Derzeit gibt es im Rat keine klaren Mehrheiten, dafür 14 Parteien, Wählergemeinschaften und Fraktionslose – das ist Rekord in NRW. Zumindest bis Sonntag.
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16:41
Meckern meckern meckern, so eine Truppe ist das letzte was die Stadt gebrauchen kann.
Wo waren denn all diese Schwätzer und haben gehandelt als es an der Zeit war. Keiner hat seine Connection nach Düsseldirf genutzt um eines der Projekte zu verhindern. Allerdings ein einziges Mal hat Noske sich dann doch kurz vor der Wahl engagiert. Da ging es darum ein längst beschlossenes Projekt vorzuziehen, weil sein treusten Fans dann schon einige Monate früher einen schnelleren Heimweg hätten.
Wenn man mal nüchtern die Realität anschaut, dann ist die Stadtgalerie eine dicke Auszeichnung fürs aktuelle Stadtmanagement. Kein Investor würde sein Geld in einem schlechten Umfeld riskieren.
15:17
Wir haben jetzt schon rund 10 % Leerstand in der City und viele dieser 1 Euro-Läden. Völlige Verödung. Wir brauchen keine weiteren Bauwerke mehr. Wir brauchen eine neue Politik, eine Sanierung der Finanzen und einen Stopp im Sozialabbau, damit Witten wieder lebenswert wird.
15:14
Wen es interessiert, was aus Witten werden soll nach dem empfehle ich diesen Beitrag des WDR:
http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2009/08/20/lokalzeit-dortmund-innenstadt.xml
Hier wird noch einmal deutlich, wie Frau Leidemann ohne auf die Bürgerwünsche zu hören ihre Projekte Stadtgalerie usw. durchziehen möchte und wie Herr Noske den Bürgerwillen umsetzen will. Schon der Celestianbau ist gegen den Bürgerwillen entstanden, das wollen viele nicht weiter akzeptieren. Damals wurde sogar ein Bürgerentscheid ignoriert. Soweit kann man nicht gehen. Wenn die CDU in Witten die Partei ist, die den Wählerwillen umsetzen will, dann ist sie entgegen meiner sonstigen politischen Tendenz meine Wahl am Sonntag.
14:52
Frau Leidemann wird allen Anzeichen nach morgen zur Rechenschaft gezogen das alles aufzuräumen und soweit wie möglich in Ordnung zu bringen wird dann Herr Noske mit sehr viel Konsequenz machen müssen. Das sollte ihm aber schon von Berufs wegen gegeben und möglich sein. Ein Polizeidirektor ist vielleicht sogar genau der richtige Mann, um den Umtrieben im Rathaus Herr zu werden.