Klanginsel ermöglicht besondere Therapie an Kämpenschule

Die neue Klanginsel an der Kämpenschule: Erst mal dürfen die Lehrer das Instrument testen.
Die neue Klanginsel an der Kämpenschule: Erst mal dürfen die Lehrer das Instrument testen.
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Die Schule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung hat ein ganz besonderes Instrument angeschafft: die Klanginsel.

Witten..  „Legen Sie sich doch einfach mal drauf“, sagt Susanne Steffes-Hoffmann, Förderlehrerin an der Kämpenschule, zu mir. Mitten im Raum steht ein achteckiger, flacher Kasten, rundherum mit Saiten bespannt und mit einem Verstärker verbunden. „Klanginsel“ heißt der riesige Resonanzkörper, der gleichzeitig Musik- und Therapieinstrument ist. Bald dürfen die Kämpenschüler darauf liegen.

Bequem ist es nicht gerade auf der Holzplatte, die nur ein Gewicht bis 100 Kilo trägt. Denn die Oberfläche ist nicht verstärkt, damit sie je nach Bewegung ganz leicht schwingen kann. Durch sie übertragen sich Klänge auf den Körper. Susanne Steffes-Hoffmann und Isabella Meuthen-Pieters, die die Klanginsel an der Uni Dortmund entwickelte und schließlich patentieren ließ, zupfen die Saiten. Die Töne gehen durch und durch, doch das ist nicht unangenehm. Sekundenlang spüre ich sie noch, länger als ich sie hören kann. Nicht nur andere können die Klänge erzeugen. Auch jede eigene Bewegung ist mit Klang und Vibration verbunden: wenn ich mit der Handfläche über die Holzfläche reibe oder mit einem Tannenzapfen darauf klopfe.

Mehrere tausend Euro hat die Klanginsel gekostet. Lange hat die Schule darauf gespart, denn sie unterstützt die Arbeit vor allem mit schwer behinderten Schülern.