Kitaplätze: 130 Eltern meldeten sich nicht bei der Stadt

Sie haben einen Kitaplatz in der Wittener Kita Bachschule. Für das neue Kindergartenjahr, das im August beginnt, gibt es für 15 Kinder in der Stadt noch keinen Platz. Foto: Thomas Nitsche - Funke Foto Services
Sie haben einen Kitaplatz in der Wittener Kita Bachschule. Für das neue Kindergartenjahr, das im August beginnt, gibt es für 15 Kinder in der Stadt noch keinen Platz. Foto: Thomas Nitsche - Funke Foto Services
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Was wir bereits wissen
Im neuen Kindergartenjahr wird es an der Kita Erlenschule zwei zusätzliche Gruppen für Ü3-Kinder geben. Die Kita Luisenstraße bekommt eine Notgruppe.

Witten..  Für 421 Kinder in Witten gab es Mitte März noch keinen Kitaplatz für das neue Kindergartenjahr, das am 1. August beginnt. Jetzt, so heißt es von der Stadt, gebe es nur noch 15 bislang noch unversorgte Jungen und Mädchen.

Alle Eltern, die im März noch auf der Suche nach einem Platz für ihr Kind waren, wurden von der Stadt angeschrieben. „Bis Mitte Juni haben wir von rund 80 Eltern die Rückmeldung bekommen, dass sie noch einen Betreuungsbedarf haben“, erklärt Petra Klein, Leiterin der Abteilung Schule und Kindertageseinrichtungen. Andere Eltern hätten mitgeteilt, dass sie die Kindererziehung anders organisierten, etwa mit Großeltern.

130 Mütter und Väter hätten auf ein zweimaliges Anschreiben überhaupt nicht reagiert. Klein: „Bei ihnen gehen wir davon aus, dass sie keinen Bedarf mehr haben. Diese Eltern erhalten in den nächsten Tagen einen ablehnenden Bescheid.“ Den bekommen auch Eltern, die einen Kitaplatz für ihre unter einjährigen Kinder suchen. Klein: „Denn hierauf gibt es keinen gesetzlichen Anspruch.“

Für die Notgruppe muss noch umgebaut werden

Rund 20 Notgruppenplätze für unter und über dreijährige Jungen und Mädchen sollen in der Innenstadt an der Kita Luisenstraße eingerichtet werden. Die Stadt rechnet damit, dass die Plätze ab Herbst zur Verfügung stehen. Vorher müsse für die Neuzugänge noch umgebaut werden. Diese Notgruppe kann – abhängig von der Betriebserlaubnis des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe – bis zu drei Jahre lang betrieben werden.

Voraussichtlich im September werden die drei Kita-Gruppen der im November vergangenen Jahres ausgebrannten Kita Erlenschule in ihre sanierte Kindertagesstätte an der Holzkampstraße zurückkehren können. Die Jungen und Mädchen wurden nach dem Brand in den Räumen der ehemaligen Stadtteilbibliothek Annen an der Annenstraße 120 untergebracht.

Kita Erlenschule wird eine fünfgruppige Einrichtung

Nach ihrer Rückkehr in das Gebäude der Kita Erlenschule soll es dort ab Oktober noch zwei weitere Gruppen für rund 45 Ü3-Kinder geben. Die Kindertagesstätte wird damit dauerhaft zu einer fünfgruppigen Einrichtung.

Petra Klein hat die Hoffnung, dass sich für die bislang noch 15 unversorgten Kinder noch eine Lösung finden wird. „Es kann immer sein, dass noch Plätze in Einrichtungen frei werden, weil Eltern zum Beispiel wieder abspringen.“