Keine Spielräume für Träumereien

Nachbarstädte wollen Firmen abwerben. 
Anlässlich der 800-Jahre-Feiern fand 2014 in der Wittener Werk­stadt eine Veranstaltung der Wirtschaft statt. Dort wurde deutlich gemacht, dass Witten unter Berücksichtigung der Einwohnerzahl und der Produktionsdaten im Ruhrgebiet die höchsten Gewerbesteuereinnahmen hat. Das zeugt nicht nur von der Leistungsfähigkeit unserer Betriebe, sonder vor allen von der Wichtigkeit, so gute, auch global aufgestellte Firmen, in Witten vorzufinden. Darauf sollte auch Herr Richter (SPD-Fraktionsvorsitzender, d. Red.) stolz sein, der weitere Gewerbesteuererhöhungen zum Ziel erklärt. Wenn man nicht in wirtschaftlichen Zusammenhängen denken kann, fällt es auch schwer zu verstehen, warum Unternehmen nicht einfach ihre Preise erhöhen können, wenn kommunale Steuererhöhungen auferlegt werden.


Mit Recht wird auf Nachbarstädte verwiesen, die gern Wittener Firmen ansiedeln möchten. Witten sollte alles tun, um seine Unternehmen in der Stadt zu halten und zu fördern. Dazu gehört auch die Bereitstellung von neuen Flächen (z. B. Heven oder Stockum). Mit Träumereien von schönen Insellagen und dergleichen kommen wir nicht weiter. Friedhelm E. Specht