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Keine Angst vor Bohrern und Dübeln

18.04.2013 | 06:00 Uhr
Keine Angst vor Bohrern und Dübeln
Workshop zum Heimwerken für Frauen: Praktischer Umgang mit verschiedenen Werkzeugen stand im Vordergrund.Foto: Michael Korte

Witten.   Den Umgang mit Werkzeug lernen Frauen beim Heimwerker-Workshop im Cap-Baumarkt

„Selbst ist die Frau“ steht es in großen weißen Buchstaben an der Tafel geschrieben. Genau das war am Dienstagnachmittag auch Programm in der Werkstatt des Cap-Baumarkts an der Annenstraße. Thema des Workshops: „Heimwerken für Frauen und Mädchen.“

Auch wenn die Leitung des Workshops Malermeister Torsten Wensing (46) übernahm, blieben die zehn Heimwerkerinnen ganz unter sich - wobei es schon recht eng an der Werkbank zuging. Warum nur Frauen? Für Marion Schmitt, Leiterin des Cap-Baumarkts, hat das einen ganz einfachen Grund: Damit kein Mann dazwischen funken kann und sagt, „komm’, ich mach’ das schon“. Für Schmitt, die leidenschaftlich gern selbst anpackt, ist das Erlernen grundlegender handwerklicher Fähigkeiten ein wichtiger Schritt zur Selbstständigkeit. „Ich finde, das eröffnet einem eine Menge ungeahnter Möglichkeiten“, so die 57-Jährige.

Für Heidi Rother ist eben diese fehlende Selbstständigkeit der Grund, an dem Workshop teilzunehmen. Die 62-Jährige hat im letzten Jahr bereits an allen angebotenen Heimwerkerkursen im CapBaumarkt teilgenommen. „Seit ich alleine zu Hause bin, muss ich das alles ganz neu lernen.“ Und damit fange sie nun endlich an.

Und so stellt Torsten Wensing den Frauen auch erstmal ein scheinbar ganz simples Werkzeug vor: den Hammer. Doch auch dazu lässt sich eine Menge Basiswissen vermitteln: „Die Stiele sind dazu da, genutzt zu werden. Also bitte möglichst weit hinten anfassen“, so Wensing.

Das zentrale Thema unter den Frauen ist an diesem Nachmittag jedoch ein ganz anderes: „Wie kriege ich den verflixten Dübel in die Wand?“ Um dieses Problem zu lösen, gibt es eine Einführungsstunde an der Bohrmaschine. Die dürfen die Frauen in der Werkstatt direkt ausprobieren. An verschiedenen Wänden – Rigips, Beton und Pressspan – wird im Anschluss geübt, welcher Dübel in welcher Wand für ordentlichen Halt sorgt.

Margret Brinkmann, die mit ihren 76 Jahren an diesem Nachmittag als älteste Teilnehmerin den Hammer schwingt, hat dagegen ein ganz konkretes Problem. „Obwohl ich eigentlich handwerklich begabt bin, habe ich eine große Ehrfurcht vor der Elektrizität.“ Und die lauere nun mal überall. Selbst wenn man nur ein Bild aufhängen wolle, könne man ja nie wissen, ob man womöglich die nächste Stromleitung trifft.

Zum Glück hat Torsten Wensing, der übrigens normalerweise als Ausbilder im Gefängnis arbeitet, einige Tipps auf Lager, wie man einen Stromunfall vermeiden kann. Sein einfachster, aber wahrlich wichtigster Rat: Sicherungen rausdrehen. Auch der Griff zum Spannungsprüfer helfe weiter. Denn wenn der piept, steht die Leitung unter Strom. So einfach ist das Heimwerken.

Von Malin Schneider

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Keine Angst vor Bohrern und Dübeln
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2013-04-18 06:00
Witten