Kein Geld mehr

Bochumer Richter: Kein Geld
mehr für Kinderschutzbund
(Meldung Seite Rhein-Ruhr)

Mit großem Bedauern haben wir am 31. März der Zeitung entnommen, dass sich ein Strafrichter des Landgerichts Bochum entschieden hat, dem Kinderschutzbund keine Geldauflagen mehr zukommen zu lassen. Seine Begründung war laut Berichterstattung das Verhalten des Kinderschutzbundes Niedersachsen im Rahmen der Einstellung des Edathy-Verfahrens.

Für den Kinderschutzbund Witten könnte die Entscheidung des Richters weitreichende Folgen haben: Die Arbeit unseres Ortsverbandes finanziert sich ausschließlich über wenige Mitgliedsbeiträge, Spendengelder und Geldauflagen. Die finanziellen Mittel für unsere tägliche Arbeit mit zum Beispiel Flüchtlingskindern, die Hausaufgabenbetreuung bei sozial schwachen Kindern und vor allem die Familienberatung müssen Monat für Monat erneut aufgebracht werden.

Unserer Ansicht nach muss eine Vorgehensweise, die juristisch korrekt ist, es nicht zwingend auch in moralischer und ethischer Hinsicht sein. Deswegen haben wir Verständnis für die Entscheidung des Landesverbandes Niedersachsen, die Geldauflage in diesem einen Fall angesichts der besonderen Umstände abzulehnen.
Deutscher Kinderschutzbund,
Ortsverband Witten, der Vorstand