Kandidaten werben mit Klassikern

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Was wir bereits wissen
Die Vorbereitungen für den 13. September laufen auf Hochtouren. Aber wer plant seinen Wahlkampf wie und mit welchen Mitteln? Ein Überblick

Witten..  250 000 Euro kostet die Bürgermeisterwahl im 13. September die Stadt – sofern es nicht zu einer Stichwahl kommt, denn dann wäre es locker die doppelte Summe. Was sich die zurzeit vier bestätigten Bürgermeisterkandidaten Frank Schweppe (SPD), Sonja Leidemann (SPD), Ulla Weiß (Die Linke) und Stefan Borggraefe (Die Piraten) ihren Wahlkampf kosten lassen, ist unterschiedlich.

„Ich werde öffentlich keine konkreten Summen nennen“, beteuert Ralf Kapschack (SPD), der den Wahlkampf für den sozialdemokratischen Kandidaten Frank Schweppe federführend in der Hand hat. Was er allerdings sagen möchte: „Wir finanzieren den Wahlkampf aus der Parteikasse.“

Insgesamt werde die Werbung für Schweppe maßvoll ausfallen. „Wir werden die Stadt nicht mit Plakaten zupflastern. Die Plakatierung wird nicht so umfangreich sein wie beim Kommunalwahlkampf 2014.“ Zurzeit treffe sich ein Team einmal wöchentlich zur Planung und Vorbereitung. „Farben, Fotos, das muss ja alles entschieden werden“, sagt Kapschack. Entworfen würden die Plakate zwar von Profis: „Aber aussuchen müssen wir sie schon selbst.“

Neben Plakaten setzt die SPD auf Klassiker: „Block und Kugelschreiber, die kommen immer an.“

5000 Euro zusätzlich hat die Linke im Kreis für ihre Bürgermeisterkandidatin Ulla Weiß in Witten locker gemacht – das Geld muss aber auch für den Landrats-Wahlkampf genutzt werden. „Wenn die Summe nicht reicht, können wir auch noch nachlegen“, sagt Weiß. Das Geld kommt aus Mitgliedsbeiträgen und privaten Spenden. Auch die Linke will mit Plakaten werben, auf denen das Porträt der Kandidatin und das Parteilogo zu sehen sind, zudem mit postkartenähnlichen Infoblättern.

Auf private Spender setzt Stefan Borggraefe, Kandidat der Piraten. „Ich habe jetzt schon mehr Geld zusammen, als wir Piraten im gesamten Kreis für den Kommunalwahlkampf 2014 zur Verfügung hatten.“ Borggraefe beziffert die Summe auf 3500 Euro. „Die Gestaltung und Umsetzung von Material und Aktionen: Das machen wir alles mit Leuten aus unseren eigenen Reihen.“ Man habe Mediengestalter für die Plakatentwürfe und Flyer, „und das Aufhängen und Verteilen nehmen wir auch selbst in die Hand“. Die Plakatentwicklung sei im vollen Gange, betont Borggraefe.

Keine Stellungnahme zu Vorbereitung und Finanzierung ihres Wahlkampfes gab bis Redaktionsschluss Bürgermeisterin Sonja Leidemann ab.