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1. Fachtag Demenz

(K)Ein Tabu-Thema

02.10.2009 | 10:48 Uhr

„Es geht uns darum, transparenter zu machen, welche Hilfsangebote es gibt”, sagt Kerstin Lohmann, Koordinatorin des Netzwerks Demenz und Mitarbeiterin der Selbsthilfe-Kontaktstelle.

Doch das ist nicht das einzige Ziel des 1. Fachtags Demenz am Mittwoch, 7. Oktober, im Wittener Rathaus. „Vor allen Dingen wollen wir das Thema an die Öffentlichkeit bringen und die Menschen so aus der Isolation holen”, erklärt Lohmann weiter.

Denn Demenz – das sei nach wie vor ein Tabu-Thema. Obwohl immerhin rund 5000 Menschen im Ennepe-Ruhr-Kreis an einer beginnenden oder bereits fortgeschrittenen Demenzerkrankung leiden.

Der Fachtag beginnt um 9.30 Uhr mit einem Stehcafe´. Dann folgt die Begrüßung. Um 10.30 Uhr spricht Dr. Jutta Becker über: „Die Handlungslogik demenzkranker Menschen verstehen lernen”. Nach einer Kaffeepause schließt sich um 11.45 Uhr eine Talk- und Fragerunde zum Umgang und zur Versorgung demenzkranker Menschen an. Der Schwerpunkt am Nachmittag: Ab 14 Uhr gibt es einen Workshop zur Biographiearbeit mit demenzkranken Menschen. Und ab 15 Uhr informiert die Beratungsstelle der Unabhängigen Patientenberatung über Betreuung, Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung.

„Es haben sich schon viele Angehörige gemeldet, die kommen werden”, weiß Kerstin Lohmann. Um die Betreuung der Menschen mit Demenz kümmert sich dann nach Anmeldung die Einrichtung „mobile”, die sich der Entlastung pflegender Angehöriger verschrieben hat und zum Beispiel auch das Cafe´ Vergissmeinnicht betreibt.

Doch nicht nur Angehörige, auch Betroffene sowie ehrenamtlich Engagierte und Fachkräfte sind eingeladen, den Fachtag zu besuchen – damit die Diagnose Demenz in Zukunft für alle Beteiligten nicht mehr nur mit Sorgen verbunden ist. Veranstalter ist das Netzwerk Demenz für die Städte Witten, Wetter und Herdecke. Es besteht seit Februar 2008. Ihm gehören Einrichtungen und Experten, wie etwa Krankenhäuser oder Seniorenbeauftragte an.

Annette Kreikenbohm


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