Jetzt vereint: 20 Revier-Museen
08.03.2010 | 07:00 Uhr 2010-03-08T07:00:00+010020 Museen im Ruhrgebiet, darunter auch das Märkische Museum Witten. Im Kulturhauptstadtjahr sind sie vereint unter dem Namen „Ruhr Kunst Museen”.
Dieses Netzwerk und eine neue Publikation mit den Meisterwerken der Sammlungen wurden im Museum Bochum präsentiert. Prof. Dr. Kurt Wettengl, Direktor des Museums am Ostwall in Dortmund sowie Sprecher des Netzwerkes, und Dr. h.c. Fritz Pleitgen als Ruhr.2010-Chef begrüßten gut 300 Vertreter aus Kulturpolitik und Kunstszene. Pleitgen äußerte die Befürchtung, dass sich allerorts anstehende Kulturetatskürzungen „wie Mehltau auf die frischen Bilder” des Ruhrgebiets legen könnten. Die Auftaktveranstaltungen auf der Zeche Zollverein und anderer Projekte hätten aber bisher ein grandioses Medieninteresse erzeugt.
Das Netzwerk der zwanzig Museen nannte Pleitgen einen „starken Kern” und „eine Allianz unabhängiger Museen”. Sie bildeten die dichteste Landschaft von Museen mit moderner Kunst, die sonst nirgends vorhanden sei. Davon zeugt die vorgestellte Publikation, die auf 272 Seiten Meisterwerke der Sammlungen der Museen, nebst deren Porträts, liefert. In den Anfangstagen des Projekts sei gar die Rede vom „MOMA (Museum of Modern Art) Ruhr” gewesen. Von einem Budget zwischen sieben und elf Millionen Euro hätten die Beteiligten damals geträumt, gab Pleitgen zu. Prof. Dr. Oliver Scheytt, Geschäftsführer der Ruhr.2010 GmbH, bezifferte die realisierten Projektkosten „im Bereich von 1,2 bis 1,7 Millionen.”
Scheytt appellierte an die Verantwortlichen der Städte und der Museen, auch im Jahr 2011 diese Förderung möglich zu machen.
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