Jeder fünfte Brief bleibt in Witten liegen

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Was wir bereits wissen
45 bis 50 Mitarbeiter in beiden Wittener Zustellzentren haben ihre Arbeit niedergelegt. Bis zu zwei Wochen Verzögerung.

Witten..  Der seit 8. Juni laufende Poststreik hat auch Witten fest im Griff: Laut der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, die zu dem unbefristeten Ausstand aufgerufen hatte, haben in der Ruhrstadt 45 bis 50 angestellte Postmitarbeiter ihre Arbeit niedergelegt.

In Witten würden sowohl der „Zustellstützpunkt“ (ZSP) als auch die „Zustellbasis“ (ZB) bestreikt, teilte Hermann Völlings von Verdi NRW auf Anfrage mit. In ersterem kommen vor allem Briefe an und werden verteilt, in zweiterer sind es insbesondere Pakete. „80 Prozent aller Sendungen können wir durch Notfallmaßnahmen zustellen“, erklärt ein Postsprecher. In der Regel würden Briefe oder Pakete einen oder höchstens zwei Tage „herumliegen“, bevor sie dann verzögert würden.

Mit verbeamteten Postmitarbeitern, Ferienjobbern und Aushilfen versucht das Zustellunternehmen noch größere Verzögerungen zu vermeiden. Doch auch in Witten dürfte es „einen oder zwei Bezirke geben, in denen mehrere Tage bis zu zwei Wochen kein Brief ankommt“, sagte der Sprecher ohne aber konkreter werden zu können. Verdi spricht von „massiven Einschränkungen.“ Selbst abholen dürfen sich Bürger ihre Sendungen übrigens nicht. Sie müssen wohl oder übel warten.