Jeden Tag wird ein neues Wittener Foto gezeigt

Jeden Tag präsentiert der Wittener Fotograf Tolga Karakaruk ein neues Wittener Gesicht im Internet.
Jeden Tag präsentiert der Wittener Fotograf Tolga Karakaruk ein neues Wittener Gesicht im Internet.
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Fotograf Tolga Karakaruk startet Internet-Aktion auf Facebook. Jeder kann mitmachen und sich fotografieren lassen.

Witten..  Wittens Gesichter, die haben des Tolga Karakaruk angetan. Spannend findet der 26-Jährige, Menschen zu fotografieren, ihre Eigenschaften und Besonderheiten im Bild herauszukitzeln. Deshalb hat der Wittener nun die Aktion „Wittens Gesichter“ gestartet: Jeden Tag will der Fotograf ein Bild eines Witteners veröffentlichen. jeder der mitmachen will, ist ihm willkommen.

Forsch schaut Niklas in die Kamera, ein bisschen schelmisch: Mit ihm startete die Aktion am Neujahrstag, gestern folgte Dennis, der ein bisschen versonnen dreinblickt. Monika hingegen – so viel sei schon verraten – kneift fröhlich ein Auge zu. Jeder präsentiert sich wie er mag, und doch verbindet das Layout die Bilder: Der Vorname steht seitlich, die Bilder sind schwarz-weiß, vor schwarzem Hintergrund aufgenommen. „Nichts soll von den Gesichtern ablenken“, erklärt Karakaruk.

Das Foto gibt’s per Mail

In der Marienstraße 13 hat der Autodidakt sein kleines Studio eingerichtet. In Annen bei Xian-Art hat er als Assistent gearbeitet, nun will er selbstständig durchstarten. People Fotografie, Modestrecken – das wäre sein Ziel. Sicher: Die Aktion mit den Wittener Gesichtern kann dabei helfen, ihn bekannt zu machen. Geld verdienen wird er indes damit nicht: Für alle, die mitmachen, ist die Aktion kostenlos. Sie bekommen sogar ihr Foto als Mail nach Hause – nach der Veröffentlichung in der Aktion. „Sonst sind die Bilder ja schon vorher auf Facebook...“

Die Resonanz auf die Idee ist riesig: Der Januar ist quasi schon ausgebucht, die Interessenten rennen dem Wittener die Tür ein. Junge Leute, Mütter mit Kinder – alle machen mit. „Omis und Opas hab ich leider noch nicht – aber vielleicht kommt das ja noch.“ Etwa eine halbe Stunde plant Karakaruk pro Shooting ein, doch meist geht es schneller. „Aber manchmal quatschen wir noch.“

Einfach kurz melden

Was mit den gesammelten 365 Bilder anschließend geschehen soll, darüber ist sich der Fotograf noch nicht im Klaren: „Vielleicht ein Buch oder ein Kalender“, überlegt er. Auf alle Fälle aber etwas, „was den Leuten was bringt“. Wer mitmachen möchte, kann sich einfach auf der Facebook-Seite Kara Karuk per Nachricht bewerben.