Jahresprogramm der Ruhrbühne

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Noch ist es ruhig im Theater am Crengeldanz. Aber die Amateur-Ensembles der Ruhrbühne sind bereits eifrig mit den Vorbereitungen für die nächsten Veranstaltungen beschäftigt. Das Programm des Theaterjahrs 2015 ist bereits geplant.

Los geht es im April und Mai: „Wir bringen ,Und dann gab’s keines mehr’ auf die Bühne. Das ist der leider sehr unbekannte, aber politisch korrekte Titel des sehr bekannten Agatha-Christie-Krimis ,10 kleine Negerlein’“, sagt Ruhrbühnen-Vorsitzender Martin Grunewald. Christies meistverkauftes Werk handelt von zehn Personen, die unter einem Vorwand auf eine einsame Insel bestellt wurden und dort nacheinander sterben - so wie in dem gleichnamigen Kinderlied.

Der Herbst steht im Zeichen der „Landeier“, einer moderne Komödie mit dem Untertitel „Bauern suchen Frauen“: In einer Dorfkneipe mitten in der Einsamkeit treffen sich drei Jungbauern und machen sich auf die Suche nach der Frau fürs Leben. Aber woher nehmen? Sind Kontaktanzeigen noch angesagt? Sollte man Partnervermittlungen „mit Niveau“ ausprobieren? Oder bieten Chatrooms und Videoportale im Internet die zeitgemäße Möglichkeit, Frauen für das Landleben samt ihrer Ureinwohner und deren Zeitvertreibe à la Treckertuning zu begeistern? Man darf gespannt sein.

„Als besonderes Highlight bieten wir erstmals zusätzlich zu unseren Stücken im großen Theatersaal ein Kammerspiel an“, so Grunewald. In diesem Jahr wird „La serva Padrona“ aufgeführt, „eine komische Oper, die wir musikalisch in die Neuzeit verlegen.“ Die Handlung ist bis heute unverwüstlich komisch: Der alte Uberto hat größte Mühe mit seiner Serpina, die er einst als arme Kreatur in sein Haus aufgenommen hat. Sie spielt ihm übel mit und denkt sich mit dem Diener eine Intrige aus, die ihre Prophezeiung schließlich wahr machen wird: Uberto wird sie heiraten und die serva (Dienerin) zur padrona (Herrin) machen.

Ein weiterer Höhepunkt: „Für die Premiere im Juni 2015 werden wir dem kleinen Saal einen Namen geben und als Spielstätte feierlich eröffnen“, kündigt Martin Grunewald an.