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Iraker gesteht Brandstiftung in Wittener Imbiss

28.05.2015 | 15:57 Uhr
Iraker gesteht Brandstiftung in Wittener Imbiss
Im Dezember 2013 wurde der Imbiss in der Bebelstraße in Annen angezündet.Foto: Karl Gatzmanga

Witten.   Ein 39-jähriger Iraker hat gestanden, Ende 2013 einen Imbiss in Annen angezündet zu haben. Aufftraggeber soll der Ehemann der Besitzerin gewesen sein.

Es ist ein spektakulärer Fall von Brandstiftung und Versicherungsbetrug: Am 14. Dezember 2013 brannte ein Döner-Grill in der Bebelstraße in Annen. Kein Racheakt, keine rechtsextreme Tat – es ging offenbar um Geld. Nun müssen sich vier Männer vor dem Bochumer Schwurgericht verantworten.

Angeklagt ist der Ehemann der Imbissbetreiberin, ein 52-jähriger Armenier aus Witten. Er soll die Brandstiftung angezettelt haben haben, um Versicherungsleistungen zu kassieren. Tatsächlich flossen 10 000 Euro. Als Auftraggeber muss er sich auch wegen versuchten Mordes verantworten. Er soll billigend in Kauf genommen haben, dass Hausbewohner bei der Tat umkommen.

39-jähriger Iraker gesteht Tat

Um sich nicht selbst die Hände schmutzig zu machen, soll der 52-Jährige einen Bekannten beauftragt haben, jemanden als Brandstifter anzuheuern. Dieser Bekannte, ein 45-jähriger Aserbaidschaner, soll wiederum einen Syrer (33) angesprochen haben, der einen Iraker (39) ausfindig machte. Alle drei kommen aus Neustadt am Rübenberge bei Hannover. Der Iraker war letztlich derjenige, der den Imbiss in Brand setzte. Das gestand er vor dem Bochumer Landgericht.

Laut Staatsanwaltschaft hatte der 39-Jährige am frühen Morgen die Fenster des Ladenlokals zerstört, zwei Flaschen mit einer brennbaren Flüssigkeit hineingeworfen und den Betrieb angesteckt. Da sich im Innern drei Propangasflaschen befanden, hätte leicht das ganze Haus explodieren können. Die Feuerwehr konnte den Brand zum Glück relativ schnell löschen und die Bewohner in Sicherheit bringen.

Hochzeit in Holland gefeiert

Der Auftraggeber wollte sich für die Tat das perfekte Alibi verschaffen. Damit der Verdacht nicht auf ihn fällt, soll der Ehemann der Imbissbetreiberin die Brandstiftung für einen bestimmten Tag beauftragt haben: den Tag, an dem er sich auf einer Hochzeit in den Niederlanden vergnügte. Die Ermittler machten dem kaltblütigen Plan einen Strich durch die Rechnung.

Dennis Sohner

Kommentare
28.05.2015
18:17
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von schalkepunk | #1

Facharbeiter bei der Arbeit - Job Sharing der neuen Art

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2015-05-28 15:57
Witten