Internationales Café des Wittener DRK wird bald mobil

Im Rahmen des Ehrenamtstages hatten die Rotkreuzler das „Café International“ vor einigen Jahren zum ersten Mal eingerichtet.
Im Rahmen des Ehrenamtstages hatten die Rotkreuzler das „Café International“ vor einigen Jahren zum ersten Mal eingerichtet.
Nach den Ferien will das „Internationale Café“ des DRK seinen interkulturellen Austausch ausbauen – und Menschen erreichen, die sonst nicht kämen.

Witten..  Das DRK will mit seinem „Café International“ in der zweiten Jahreshälfte sozusagen auf Tour gehen. Bisher treffen sich Teilnehmer aus bis zu 14 Nationen zum interkulturellen Austausch im Rotkreuzzentrum in Annen. Sie führen Gespräche, kochen und essen gemeinsam. Nun sind auch Treffen an „anderen Orten der Begegnung“ geplant, etwas in Atenheimen oder Behindertenwerkstätten.

„Wir möchten nach den Sommerferien mit unserem Café zu Menschen gehen, die aufgrund ihres Alters, einer Erkrankung oder einer Behinderung nicht zu uns kommen können“, erklärt DRK-Sprecher Christian Schuh. So solle mit dem „Café International mobil“ aus Integration Inklusion werden. Für die Umsetzung der beweglichen Caféphase gibt’s 6000 Euro von der Glücksspirale.

Ehrenamtliche betreiben das Café

Entstanden ist das Café 2012 im Rahmen des lokalen Aktionsplans während des Programms „Toleranz fördern – Kompetenz stärken“. Es wurde fünf Monate lang mit Bundesmitteln gefördert, seitdem führt es das DRK in Eigenregie durch.

Wer mitmachen will: Das Café International ist jeden ersten Montag im Monat (nicht in den Ferien) an der Annenstraße 9 von 17 bis 19 Uhr geöffnet. Interessenten können einfach vorbeikommen.

„Wir haben in den vergangenen Monaten und Jahren gemeinsam einiges zusammenbewegt, uns über die vielen unterschiedlichen Kulturen, Sitten und Gebräuche ausgetauscht und viel voneinander gelernt. Wir haben gemeinsame Aktionen durchgeführt, Veranstaltungen besucht und an Messen teilgenommen, sind Freunde geworden und haben noch einiges vor“, berichten Maren Windemuth und Marion Scholten, die gemeinsam mit Nicme Omeirat und weiteren Ehrenamtlichen aus unterschiedlichen Nationen das Café International seit mittlerweile über drei Jahren vorbereiten und begleiten.

Vortrag zum iranischen Frühlingsfest

Auch die letzten „Caféabende“ waren gut besucht und boten ein spannendes Programm: Zum iranischen Frühlingsfest gab es einen Vortrag von Mina Azadi-Nezhad und die Teilnehmer feierten ihren eigenen, interkulturellen Frühling. Im Mai sahen sie den Film „Kosmopoliten – vom Leben in zwei Welten“ der Wittener Internationalen Gesellschaft und am vergangenen Montag wurde die Sommerpause des Cafés mit einem internationalen Grillfest mit verschiedenen Speisen und Spezialiäten eingeleitet.

„Wir bereiten unsere Treffen gemeinsam vor, die genauen Inhalte und Themen gestaltet aber seit jeher die Gruppe selbst, so kann sich jeder individuell einbringen. Der interkulturelle Austausch sowie das gegenseitige Kennenlernen ist uns allen sehr wichtig und wertvoll.“ so eine der Teilnehmerinnen.