"Insel" streicht die Segel
16.02.2010 | 16:35 Uhr 2010-02-16T16:35:00+0100Auf der Ruhrstraße tut sich was: Das vegetarische Bistro hat nach 17 Jahren seine Türen geschlossen und am Einrichtungsladen „Ambiente” hängen Schilder, die den Ausverkauf wegen der Geschäftsaufgabe der Firma „The Final Curtain” verkünden.
Die Vegetarische Insel war ein kleines Bistro: wechselnder Mittagstisch, Kaffee und Kuchen. „Immer rappelvoll”, wie Mitarbeiter des benachbarten Immobilienbüros wissen. Im Bistro, das noch heute im Internet mit vielen guten Kritiken bewertet ist, hatten die Wittener eine Adresse für vegetarische Küche gefunden. Anfang November aber machte die Inhaberin Schluss. Die Scheiben wurden zugeklebt, ein neuer Mieter gesucht.
Die Aufgabe nach 17 Jahren erklärt die frühere Besitzerin Dagmar Krohn auf Anfrage dieser Zeitung mit „zurückgehenden Einnahmen.” Voll sei es schon gewesen, aber eben nur zur Mittagszeit. „Nachmittags fehlten die Gäste”, sagt die 62-Jährige. Dieser Negativtrend habe sich seit der Einführung des Euros verschärft. „Das wird generell für kleine Läden nicht einfach.” Die Fußgängerzonen bestünden zunehmend aus Fast Food Läden, bedauert Krohn. Der Laden soll, so heißt es in der Nachbarschaft, bereits wieder an einen Frisör vermietet sein. Der Vermieter Werner Pott bestätigt nur: „Ja, es wird einen Nachmieter geben.” Mehr möchte er (noch) nicht sagen.
Im Einrichtungshaus „Ambiente” gibt es derzeit große Preisnachlässe. Auf den ersten Blick sieht es so aus, als würde der Laden schließen und einen kompletten Ausverkauf starten. Auf telefonische Nachfrage hieß es, die Geschäftsaufgabe beziehe sich nur auf die Firma „The Final Curtain”. Wer das ist, dazu gibt es keine Aussage. Der Einrichtungsladen Ambiente werde „ganz normal weiter bestehen”. Im Branchenverzeichnis wird „The Final Curtain GmbH” unter der Adresse Ruhrstraße 39 geführt. „Einrichtungen Ambiente” ist auf die Hausnummer 40 bis 44 eingetragen.
08:04
Dieser Negativtrend habe sich seit der Einführung des Euros verschärft
Hat das vielleicht daran gelegen, das in den Restaurantes damals nicht die Preise, sondern nur die Währungseinnheit geändert wurde?
Da kostet der kleine Salat nicht mehr 4 DM, sondern 4,5 Euro.