In den Schulen herrschte Totenstille
18.03.2011 | 14:56 Uhr 2011-03-18T14:56:00+0100Witten.In vielen Schulen und Ämtern herrschte am Freitagmorgen eine ungewöhnliche Stille: Mit einer Schweigeminute wurde um 9.30 Uhr auch in Witten der Opfer des Erdbebens in Japan gedacht.
Die von uns befragtem Schulen läuteten die Schweigeminute in den Klassenzimmern ein, nicht auf dem Schulhof. Die Brenschenschule verzichtete wegen der Sicherheit auf Kerzen. In der Adolf-Reichwein-Realschule fiel das Schweigen genau in die große Pause. Die Lehrer sind mit ihren Schülern trotzdem länger in der Klasse geblieben.
Die Schüler der Waldorfschule Blote Vogel organisierten nach der Schweigeminute kurzerhand wegen der Katastrophe im Kernkraftwerk von Fukushima eine Anti-Atomkraft-Demonstration. Die vierte und fünfte Klasse malte dafür Protestschilder und zog während der Pause über den Schulhof und durch den Flur. „Diese Demonstration wurde von den Kindern ganz spontan und eigenständig geplant“, erklärt Schulleiterin Sabine Henke-Kohl. Weitere Aktionen seien in Planung. Sie habe darüber mit den Schülervertretern gesprochen und es sei eine Zusammenarbeit mit anderen Schulen denkbar.
Auch in der Holzkamp-Gesamtschule wurde geschwiegen. Schulleiter Dietmar Kurz thematisierte den Tsunamie in Japan im Erdkundeunterricht seiner siebten Klasse. „Wir planen auch ein Spendenkonzert der Bläserklasse zu Gunsten der Opfer.“
Stadt und Finanzamt folgten ebenfalls dem Aufruf zur Stille. „Jeder hat an seinem Platz geschwiegen“, hieß es dazu im Rathaus.
15:15
Für kommenden Montag, 21.3. wird erneut zu einer Protestaktion gegen Atomenergie aufgerufen. Um 18 Uhr soll es auf dem Wittener Rathausplatz heißen:
Fukushima ist überall – Atomausstieg jetzt!
http://www.basta-witten.habitants.de/2011/03/mahnwache-fur-atomazsstaug-am-21-marz/