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Immer mehr Paare wollen in Witten heiraten

18.01.2016 | 19:45 Uhr
Immer mehr Paare wollen in Witten heiraten
Ja-Wort im Stollen: Die Stadt ermöglicht auch eine Trauung unter Tage.Foto: Photographer: Joerg Fruck

Witten.   Immer mehr Paare wollen sich in der Ruhrstadt das Ja-Wort geben – ob aus Bayern oder Norddeutschland. Stadtmitarbeiter kommen bereits an ihre Grenzen

Ob romantisch auf Steinhausen oder mit Helm unter Tage: Immer mehr Paare zieht es nach Witten, um sich das Ja-Wort zu geben. Jedes zweite kommt von weit weg – von Flensburg bis München. Da können Nachbarstädte nur staunen.

725 standesamtliche Trauungen verzeichnet die Stadt für das vergangene Jahr, zudem 14 eingetragene Lebenspartnerschaften zwischen Mann und Mann oder Frau und Frau. 725 – das ist nur eine Hochzeit weniger als im Rekord-Jahr 2000. Allein im Dezember hatten sich hundert Paare getraut. Zum Vergleich: Witten hat pro Einwohner fast doppelt so viele Vermählungen gehabt wie Dortmund. „Der Trend bei den Trauungen geht abwärts, aber in Witten nehmen sie zu“, stellt Volker Banhold fest. Er ist einer von elf Standesbeamten.

Größerer Service als in Nachbarstädten

Weil Witten bei Hochzeiten immer beliebter wird, „kommen wir mit unseren Mitarbeitern an unsere Grenzen“, sagt der 59-Jährige, der schon rund 2000 Paare in die Ehe begleitet hat. Besonders an Samstagen kommen die Standesbeamten ins Schwitzen: Im vergangenen Jahr gaben sich am Wochenende fast 300 Paare das Ja-Wort – mittwochs heirateten nur 25 Paare. Allein für den Wochenausklang stehen sechs Standesbeamte bereit. Das erweiterte Wochenendangebot sei ein Hauptgrund, warum Witten immer beliebter werde, glaubt Volker Banhold. In den Nachbarstädten könne man teilweise gar nicht samstags oder freitags nachmittags heiraten. Doch es gibt auch andere Gründe.

Witten hat sich mit seinen „Ambiente“-Standorten zwischen den Großstädten Bochum, Dortmund oder Essen einen Namen gemacht: Heiraten, das geht in der Ruhrstadt eben nicht nur im Standesamt (Haus Witten), sondern auch im Schloss (Steinhausen), zu Wasser (Schwalbe) oder im Stollen (Zeche Nachtigall). Viele „Ehemalige“ wüssten das zu schätzen, weiß Standesbeamter Volker Banhold.

Haus Herbede ist am beliebtesten

„Wir haben viele Paare, von denen ein Partner in Witten geboren ist oder früher hier gelebt hat“, sagt der Stadtmitarbeiter, der Männer und Frauen, aber auch homosexuelle Paare unter die Haube bringt. Die künftigen Eheleute kämen aus Bochum, Dortmund, Hagen, aber auch aus Bayern oder Norddeutschland. Auf der Rangliste der beliebtesten Trauorte in Witten rangiert Haus Herbede einsam auf Platz eins (161 Hochzeiten in 2015), es folgen Schloss Steinhausen (97), Haus Hohenstein (35), die Schwalbe (14) und der Stollen der Zeche Nachtigall (3).

Übrigens: Der beliebteste Tag im vergangenen Jahr war der 5.5.2015. Auch der 1.5.2015 stand hoch im Kurs. Wenn da nicht ein Feiertag wäre... „Schlange standen die Leute auch am 6.6.2006“, erinnert sich Banhold. Und der 1.6.2016?Da stehen die Chancen noch gut: Es gibt bis dato erst eine Anfrage. Vielleicht, weil es ein Mittwoch ist...

Dennis Sohner

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2016-01-18 19:45
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