Immer mehr Frauen sterben durch Rauchen

Im Ennepe-Ruhr-Kreis sterben immer mehr Frauen an den Folgen des Rauchens. Erlagen laut Landesamt für Statistik 1998 noch 71 Frauen Kehlkopf-, Luftröhren-, Bronchien- oder Lungenkrebs, so waren es 2013 bereits 92 – eine Steigerung von 29,6 Prozent. Die Zahl der Männer sank im selben Zeitraum um 17 Prozent.

Allerdings ist die Zahl der Männer, die an Raucherkrebs starben, mit 142 im Jahr 2013 noch immer deutlich höher als die Anzahl der Frauen. Außerdem kostet Rauchen (mehr als zehn Zigaretten am Tag) wertvolle Lebensjahre: Frauen sterben dadurch im Schnitt 7,3 Jahre früher – bei Männern sind es 9,4 Jahre.

Lange Zeit war Brustkrebs der bösartige Tumor, an dem weltweit die meisten Frauen starben. Das hat sich geändert: Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) gehen davon aus, dass in Deutschland Lungenkrebs unter den Tumorleiden mittlerweile die Haupttodesursache bei Frauen ist. „Während immer weniger Männer rauchen, stieg in den letzten 30 Jahren der Anteil der Raucherinnen deutlich an. So greifen mittlerweile 40 Prozent der 18- bis 29-jährigen Frauen in Deutschland regelmäßig zur Zigarette“, sagt IKK-Regionalgeschäftsführerin Petra Klimmek.